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Agrar-Atlas

Agrar-Atlas – Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft

Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique
Berlin 2019. 52 Seiten.

Europa hat kulinarisch viel zu bieten: Mozzarella aus Italien, Pilze aus Polen, Oliven aus Griechenland, Wein aus Frankreich, Brot aus Deutschland, Bier aus Tschechien, Schinken aus Österreich. Verschiedenste Spezialitäten aus unterschiedlichen Landschaften – so schmeckt Europa, jeweils geprägt durch Umwelt, Klima, soziale Strukturen und politische Geschichte.

Kein Sektor ist so stark mit der Gestaltung von Lebensräumen verwoben wie die Landwirtschaft. Ändert sie sich, ändern sich auch die ökologischen und sozialen Systeme, die darin beheimatet sind. Schnell wandelt sich überall in Europa die Art, wie Äcker bewirtschaftet und Tiere gehalten werden. Vielerorts geben Betriebe auf. Die verbleibenden Höfe werden größer, und jeder Fleck wird möglichst intensiv genutzt.

Dass sich Wirtschaftszweige ebenso dynamisch ändern wie die Gesellschaft, ist weder gut noch schlecht. Die Frage ist, wer den Wandel politisch gestaltet – und wie. Die Veränderungen in der Landwirtschaft sind nicht nur für Bäuerinnen und Bauern relevant, sondern für uns alle – eben weil sie so eng mit unserer Ernährung, dem Klima, der Natur und den ländlichen Räumen verbunden sind. Wichtig ist also, dass wir uns als Gesellschaft darauf einigen, in welche Richtung sich die Landwirtschaft entwickeln soll.

Wir müssen uns entscheiden, welche Leistungen wir neben der Erzeugung von Nahrungsmitteln von den Bäuerinnen und Bauern erwarten und bezahlen wollen.

Wenn es gemeinsam ausgehandelte Ziele gibt, kann der Wandel in der Landwirtschaft aktiv begleitet und gestaltet werden. In der Europäischen Union ist das wichtigste Mittel dafür die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) – mit fast 60 Milliarden Euro im Jahr. Pro EU-Bürgerin und -Bürger sind das 114 Euro.

Die EU-Agrarpolitik ist ein bürokratisches Monstrum und für Laien kaum zu verstehen. Viele wissen nicht einmal, dass es sie gibt. Alle sieben Jahre wird sie überarbeitet, und trotzdem fördert sie ein falsches System. Sie ist nicht auf das ausgerichtet, was vielen von uns wichtig ist: gesunde und leckere Lebensmittel, artgerechte Haltung von Tieren, Schutz von Gewässern, Vögeln und Insekten. Das Geld wird pro Hektar Fläche vergeben. Die größten Betriebe bekommen das meiste, während Programme für den Erhalt kleiner Bauernhöfe völlig unterfinanziert sind.

Darum gibt es diesen Atlas. Er zeigt, wie eng die EU-Landwirtschaft mit unserem Leben und unseren Lebensräumen verwoben ist. Er zeigt auch, wie wenig von dem Geld der GAP den Zielen zugutekommt, die sich Europäerinnen und Europäer von der Landwirtschaft wünschen.

Der Atlas zeigt aber auch, dass es sich lohnt, für eine bessere, grundlegend andere Agrarpolitik einzutreten. In vielen Ländern der EU wachsen die Bewegungen für nachhaltige, soziale und global gerechte Agrar- und Ernährungssysteme. Organisationen von Bäuerinnen und Bauern vernetzen sich mit Konsumentinnen und Konsumenten, mit Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen sowie entwicklungspolitischen Gruppen. Darum wird dieser Atlas auch in weiteren fünf europäischen Sprachen und Länderversionen erscheinen. Der Atlas ist das Ergebnis europäischer Vernetzung, soll Zivilgesellschaft und Bewegungen in vielen EU-Ländern stärken und damit die ökologische und soziale Agrar- und Ernährungswende voranbringen.

Seit vielen Jahren ignorieren die Regierungen der EU-Mitgliedsländer nicht nur die Forderungen großer Teile der Bevölkerung, sondern vertreten die Interessen der industriellen Agrarlobby in Brüssel. Das ist empörend. Damit leisten sie nicht nur der Landwirtschaft in der EU einen Bärendienst, sondern sind mitverantwortlich dafür, dass zentrale, von der EU selbst gesteckte Ziele nicht erreicht werden – weder der Schutz des Klimas, der Böden und Gewässer und der Artenvielfalt noch globale Gerechtigkeit durch die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und einen fairen Außenhandel.

Geld für eine andere Agrarpolitik ist im Haushalt der EU vorhanden. Es muss so genutzt werden, dass Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft honoriert werden. Daher ist es höchste Zeit für eine lebendige gesellschaftliche Diskussion über die Gestaltung der Landwirtschaft. Nur wenn die Menschen in der EU das Gefühl und das Wissen haben, dass das Geld für die Landwirtschaft sinnvoll und im Sinne des Gemeinwohls verwendet wird, werden sie auch in Zukunft bereit sein, sie zu unterstützen.

Barbara Unmüßig, Heinrich-Böll-Stiftung
Hubert Weiger, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
Barbara Bauer, Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe

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Inhaltsverzeichnis:

IMPRESSUM
VORWORT

  • ZWÖLF KURZE LEKTIONEN ÜBER DIE EU-LANDWIRTSCHAFT
  • GESCHICHTE
    NEUE ZIELE, ALTES DENKEN

    Ihre älteste Aufgabe hat die EU-Agrarpolitik gelöst: in der Nachkriegszeit die Ernährung zu sichern. Doch trotz vieler Reformen und neuer Strukturen – die bisherige Förderung taugt nicht für das 21. Jahrhundert.
  • NETTOZAHLER
    EINE EXTRAWURST FÜR 130 MILLIARDEN EURO

    Kleiner Brexit: Bis heute ist der „Britenrabatt“ ein Verstoß gegen das Solidarprinzip bei der europäischen Integration. Die Zahlungen der EU-Agrarpolitik bremsen indes wohl Austrittsdrohungen weiterer Länder.
  • DIREKTZAHLUNGEN
    VIEL GELD FÜR WENIG LEISTUNG

    Die EU-Kommission will, dass Direktzahlungen an Agrarbetriebe auch künftig die wichtigste Ausgabe der Agrarpolitik bleiben. Das meiste Geld kommt aber nur wenigen und großen Betrieben zugute.
  • LÄNDLICHE RÄUME
    SPAREN AM FALSCHEN ENDE

    Ein Teil der EU-Agrarzahlungen hat durchaus das Potenzial, die Landwirtschaft ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Doch ausgerechnet diese Mittel sollen kräftig gekürzt werden.
  • HÖFESTERBEN
    WACHSEN ODER WEICHEN

    Die Agrarpolitik unterstützt die Kleinbetriebe zu wenig gegenüber den Großen. Zugleich ist die Hofnachfolge oft schwierig zu sichern.
  • STRUKTURWANDEL IN DEUTSCHLAND
    KLEINE UNTER DRUCK

    Das Höfesterben gefällt vielen Menschen in Deutschland nicht. Um aber dagegen anzugehen, muss die Gesellschaft gemeinsame Ziele formulieren, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen soll.
  • ARBEIT
    EINKOMMEN UND AUSKOMMEN

    In den landwirtschaftlichen Kleinbetrieben der EU sind viele Millionen Arbeitsplätze nur wenig profitabel. Wären die Maßstäbe dafür nicht nur rein wirtschaftlich, könnte sich das ändern.
  • LANDPREISE
    KAPITALE FEHLENTWICKLUNG

    Der Beginn der EU-Agrarzahlungen in den neuen Mitgliedsländern löste dort eine Welle von Landkäufen aus. Seither steigen die Preise fast ständig. Gegen Agrarunternehmen und Finanzinvestoren haben die kapitalschwachen Kleinbetriebe keine Chance.
  • BIODIVERSITÄT IN DER EU
    BEDROHTE VIELFALT – MIT DEM ARTENSCHWUND WIRD ES ERNST

    Die intensive Landwirtschaft gilt als größte Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt der EU. Umweltschädliche Trends bei Ackerbau und Tierhaltung werden im Rahmen der Agrarpolitik sogar noch gefördert.
  • BIODIVERSITÄT IN DEUTSCHLAND ARTENVIELFALT GEHT VERLOREN
    Trotz einiger Bemühungen ist in Deutschland der Abwärtstrend beim Artenschutz ungebrochen. Die Agrarlandschaft wird immer einheitlicher. Um gegenzusteuern, fehlen Einsicht, Geld und präzisere Programme.
  • PESTIZIDE NEUE IDEEN MIT WENIGER CHEMIE
    Der Gemeinsamen Agrarpolitik fehlen Instrumente, um den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft deutlich zu verringern. Außerdem gibt es zu viele Ausnahmen. Die verkauften Mengen in der EU sind seit Jahren konstant.
  • TIERHALTUNG IN DER EU GELDER FÜR DEN UMBAU
    Die EU zahlt hohe Summen als pauschale Flächenprämien. Dieses Geld fehlt für den teuren, aber dringend benötigten Umbau der Tierhaltung. Dessen Förderung könnte aus der Einsparung der Pro-Hektar–Zahlungen finanziert werden.
  • TIERHALTUNG IN DEUTSCHLAND
    WUNSCH UND WIRKLICHKEIT

    Die artgerechte Haltung von Nutztieren ist zu einer populären Forderung an die Landwirtschaft und die Agrarpolitik geworden – auch in Deutschland. Doch Bund und Länder bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück.
  • DÜNGER
    WENN ÄCKER WASSER SCHÜTZEN

    Zu viel Nitrat im Wasser führt zu ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen Schäden. Gewässerschutz und Agrarpolitik können dies bisher nicht verhindern, weil sie nicht richtig miteinander verzahnt sind. Und es mangelt an Kontrollen.
  • ÖKOLANDWIRTSCHAFT IN DER EU
    ORGANISCH UND DYNAMISCH

    Das anhaltende Wachstum der biologischen Landwirtschaft geht auf die Nachfrage der Kundinnen und Kunden zurück. Staatliche Fördermaßnahmen helfen dabei. Aber die EU honoriert die Umweltleistungen dieser Wirtschaftsmethode noch zu wenig.
  • ÖKOLANDWIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND
    BIO IM AUFSCHWUNG

    Trotz Bioboom: Die Agrargelder der EU hemmen den Umbau der deutschen Landwirtschaft. Brüssel bezahlt pauschale Flächenprämien direkt, die Ökoprämien hingegen müssen von den Bundesländern bezuschusst werden.
  • GESUNDHEIT
    IN DER VERANTWORTUNG

    Was hat die Landwirtschaft der EU mit sicheren Nahrungsmitteln zu tun? Was mit gesunder Ernährung? Was mit sozialer Gerechtigkeit? Nicht alle solche Fragen lassen sich einfach beantworten.
  • KLIMA
    TÄTER UND OPFER ZUGLEICH

    Die EU möchte die Emissionen der Landwirtschaft senken. Dafür hat sie große Ziele formuliert. Konkrete Maßnahmen und Förderprogramme fehlen aber genauso wie die Resonanz aus den Mitgliedsländern.
  • WELTHANDEL
    WACHSTUM BEI DEN ANDEREN

    Die EU-Landwirtschaft ist Teil internationaler Wertschöpfungsketten. Sie beeinflusst die weltweiten Agrarmärkte und damit auch Preise, Produktionen, Einkommen und Ernährung in Ländern des Südens.
  • AUTORINNEN UND AUTOREN, QUELLEN VON DATEN, KARTEN UND GRAFIKEN
  • ÜBER UNS

Kleine Gase – Große Wirkung

Das Buch zum Klimawandel

David Nelles & Christian Serrer
Eigenverlag 2018
Friedrichshafen, 128 Seiten.

In der öffentlichen Debatte über den Klimawandel geht es viel zu oft drunter und drüber. Deshalb wollten wir – David und Christian – wissen, was wirklich Sache ist. Wie groß ist der Beitrag des Menschen tatsächlich? Müssen wir jedes Jahr Ernteausfälle befürchten? Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit? Was kostet uns der Klimawandel? Ehrlichgesagt hatten wir aber keine Lust dicke Fachbücher zu lesen. Da wir kein Buch finden konnten, das mit ganz kurzen Texten und sehr vielen anschaulichen Grafiken – es muss ja auch Spaß beim Lesen machen – den Klimawandel verständlich auf den Punkt bringt, haben wir uns dazu entschlossen dieses Buch selbst zu schreiben. Dabei haben uns über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt – keine Sorge, unser Buch ist trotzdem leicht zu verstehen 🙂 Werfen Sie am besten selbst einen Blick in unsere Leseprobe!

Als Studenten war uns von Anfang an klar, dass der Buchpreis kein Hindernis sein darf, um sich zu informieren. Deshalb kostet unser Buch auch nicht mehr als eine Pizza, nämlich 5 €! Um das zu ermöglichen, haben wir unseren eigenen Verlag gegründet und alle dazu gehörenden Aufgaben selbst in die Hand genommen. Nach über einem Jahr war es dann endlich soweit und die ersten Seiten unseres Buches kamen aus der Druckerpresse. In unserem Buch erfahren Sie alles über die konkreten Ursachen und Folgen des Klimawandels – kurz, anschaulich und verständlich. Unser Ziel: so viele Menschen wie möglich zu erreichen, denn der Klimawandel mehr bedeutet als „nur“ schmelzende Gletscher und Meeresspiegelanstieg!

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Earth Overshoot Day 2018

Unfassbar! Schon wieder pleite!

Welche Bank würde akzeptieren, dass man ständig mit seinem Konto im Minus ist und seine Schulden nicht zurückzahlt? Keine! Würde ein vernünftig haushaltender Mensch dauerhaft mehr verbrauchen, als den Ertrag aus seinem Vermögen? Vermutlich nicht! Aber wir tun so, als wäre das in Bezug auf unseren Naturverbrauch möglich. Doch heute, am 1. August 2018,  sind nach Berechnungen des Global Footprint Network (GFN) bereits sämtliche Rohstoffe und Naturleistungen aufge­braucht, die von der Erde innerhalb eines Jahres bereitgestellt werden können. Den Rest des Jahres leben wir wieder von der Sub­stanz. Und so langsam bemerken wir, dass das nicht nur auf Kosten zukünftiger Generationen und Menschen in anderen Teilen der Welt geht, sondern dass uns das direkt betrifft. Der Klimawandel ist längst im Gange, verändert nicht nur in anderen Weltregionen ganze Ökosysteme, vernichtet nicht nur dort viele Tier- und Pflanzenarten und treibt Menschen zur Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Auch hier bekommen wir es jetzt zu spüren. Außergewöhnliche Hitze und Trockenheit sorgt auch in Deutschland für Ernteausfälle. Tier- und Pflanzenarten werde auch bei uns durch den Klimawandel bedroht. Bisher hier unbekannte Arten wandern dagegen ein und verändern die Artengemeinschaften. Extremwetterlagen sorgen dafür, dass Ernten auf den Äckern verdorren oder wertvoller Ackerboden fortgespült wird. Während die Einen  das Badewetter genießen, bangen die Anderen um ihre Existenz. Aber wir werden bald alle merken, dass auch wir vom Klimawandel bedroht sind. Nicht nur an den steigenden Nahrungsmittelpreisen.

Das GFN berechnet für jedes Jahr den Tag neu, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit, also die Inanspruchnahme der Na­tur durch den Menschen, die Biokapazität der Erde übersteigt. Diesen Termin nennt man den “Welterschöpfungstag” oder “Earth Overshoot Day”, und er wird in jedem Jahr früher erreicht.

Jede unserer Handlungen kostet Naturkapital. Das ist unum­gänglich und an sich nichts Schlimmes. Doch mit unserem Le­bensstil verbrauchen wir in jedem Jahr mehr, als sich im gleichen Zeitraum wieder neu bilden kann. Die Folge sind ausgelaugte Böden, überfischte Meere, Wüstenbildung und Artensterben. Auch der Klimawandel ist Folge der Übernutzung, denn durch die Verbren­nung fossiler Energieträger zum Stillen unseres Energiehungers, wird mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre geblasen als von den Wäldern, Böden und Meeren gebunden werden kann. Damit machen wir viele Regionen dieser Erde bereits jetzt für Men­schen unbewohnbar und heizen Kriege um Ressourcen an.

Kennzahlen des Earth Overshoot Day 2018

Die Biokapazität der Erde ist zwischen 1961 und 2014 zwar fast um 27% angestiegen, doch gleichzeitig hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt. Dadurch hat sich die Biokapazität pro Kopf global von 3,1 gha auf 1,7 gha fast halbiert. In diesem Zeitraum hat sich der Ökologische Fußabdruck pro Kopf global um ca. 24% von 2,29 gha auf 2,84 gha vergrößert.

Stärker als im globalen Trend ist in Deutschland zwischen 1961 und 2014 die Biokapazität absolut um ca. 44% angestiegen, das Bevölkerungswachstum dagegen nur um etwa 9,5%.  Damit ergibt sich eine Zunahme der Biokapazität pro Kopf um 31% von 1,36 gha auf 1,79 gha und eine Vergrößerung des  Footprints pro Kopf um 18% von 4,27 gha auf 5,05 gha.

Der Anstieg der Biokapazität, darüber sollte sich niemand täuschen lassen, war nur durch den Einsatz billigen Erdöls in der industriellen Landwirtschaft möglich. Der Einsatz von immer größeren Maschinen, Dünger und Pestiziden hat zu höheren Erträge geführt. Doch erkauft haben wir uns den Anstieg der Biokapazität auf der anderen Seite mit der Verdichtung, Auslaugung und Abschwemmung der Ackerböden, Grundwasserverschmutzung durch Gülle, Pestizide und Dünger sowie einem ständig zunehmenden CO2-Ausstoß. Das wird auf Dauer aber die Biokapazität verringern.

Derzeit verbraucht die Menschheit die Naturleistungen von 1,7 Planeten mit der Qualität der Erde. Wollten alle Menschen der Welt so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir sogar 3 Er­den. Wenn wir die Erde als unseren Lebensraum erhalten und Fluchtursachen bekämpfen wollen, müssen wir unseren Natur­verbrauch einschränken.

Es bleibt dabei: Grundsätzliches Umdenken in Politik und Wirtschaft und Verhaltensänderungen jedes Einzelnen sind zwingend notwendig.

Es hat keinen Sinn, sich immer nur an den Symptomen abzuarbeiten. Fluchtursachen bekämpfen heißt nicht, Zäune zu ziehen und Lager zu bauen. Fluchtursachen bekämpfen bedeutet, Lebensbedingungen auch in anderen Regionen der Erde zu erhalten, unter denen Menschen dort gut leben können. Dürreschäden bei uns kann man nicht durch Soforthilfen in Milliardenhöhe beikommen, sondern nur durch eine geänderte Landwirtschaft und mit der drastischen Verringerung des CO2-Ausstoßes. Das bedeutet aber das Ende der industriellen Landwirtschaft mit Massentierhaltung, Pestizid-  und  Düngereinsatz, eine andere Verkehrspolitik mit deutlicher Verringerung des Individualverkehrs und dem Ausbau des Schienennetzes sowie einem sofortigen Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Und ganz Grundsätzlich müssen wir weg von dem Gedanken des grenzenlosen Wirtschaftswachstums, denn das ist mit einem immer weiter zunehmenden Ressourcenverbrauch verbunden. Grenzenloser Konsum als Voraussetzung für grenzenloses Wachstum ist aber in einer begrenzten Welt schon logisch nicht möglich.

Wenn Bruno Latour in seinem kürzlich erschienenen Buch “Das terrestrische Manifest” recht hat (und ich befürchte er hat recht), dann können wir von den Eliten dieser Welt nichts mehr erwarten. Sie wissen, dass es so nicht weitergehen kann. Aber sie machen so weiter, weil es sie nicht interessiert, wie es den Menschen ergehen wird. Sie haben die Zukunft aufgegeben und leben nur noch im hier und jetzt. Und machen jetzt ihre Profite. Statt uns abzuschotten in der sinnlosen Hoffnung, wir könnten unseren kleinen Wohlstand erhalten, sollten wir endlich Mitgefühl und Solidarität mit allen Wesen auf diesem Planeten entwickeln. Denn die Nächsten, die nicht mehr wissen werden, wie sie überleben können und wohin sie fliehen sollen, werden wir sein. Dabei geht es, das sollte deutlich geworden sein, nicht darum, über die Aufnahme von Flüchtlingen zu streiten, sondern darum, dass wir unseren Lebensstil so ändern, dass wir nicht auf Kosten anderer leben.

Dass die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks nichts mit Verzicht zu tun hat, zeigen bereits viele In­itiativen überall auf der Welt. Wir haben viele Möglichkeiten für einen zukunftsfähigen Lebensstil. Wir müssen sie nur nutzen.

Informationen zum Overshoot und weiterführende Links dazu findest du beispielsweise auf folgenden Internetseiten:

http://www.footprintcalculator.org/#!/
https://www.fussabdruck.de
https://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/
https://www.footprint.at (hier auch weitere Hintergrundinformationen)
https://take5.plattform-footprint.de
https://www.transition-initiativen.de/
https://www.overshootday.org/ (mit Vorschlägen, wie jeder von uns SOFORT seinen Footprint verkleinern kann)

Interview mit Claudia Kempfert auf hr-INFO

Aufzeichnung des Livestreams vom 1. August 2018 ,  8:00 Uhr MEZ

Zero Waste

Weniger Müll ist das neue Grün

Zero WasteShia Su
Freya Verlag, 2017
Linz. 160 Seiten

Jeder Konsument hat sich schon einmal über die zigfache Verpackung eines Produkts geärgert. Müll ist ein gravierendes Problem unserer Zeit. Dieses Problem wächst rasant, so wie die Müllberge an Größe zunehmen. Zeit, endlich einmal etwas Effektives dagegen zu tun! Und da Otto Normalverbraucher meist nicht im Gemeinderat sitzt, bleibt nur der Anfang bei sich selbst.

Shia Su hat es getan. Konsequent. Und eine Statistik darüber geführt. Letzten Endes ihren Müll von einem Jahr in einem Einmachglas gesammelt – mehr war es nicht. Wie so etwas Unglaubliches möglich ist, erklärt sie in diesem Buch. Zur Nachahmung schwerstens empfohlen!
PortraitShia Su hat schon als Erstklässlerin die Bäckerei-Verkäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass diese ihrer Meinung das Gebäck in viel zu viele Tütchen einpacke. Und verstand die Welt nicht mehr, als sie sah, wie Erwachsene Müll auf die Straße warfen. Heute lebt sie mit ihrem Mann seit fast zwei Jahren „Zero Waste“, d. h. annähernd müllfrei, und ist überzeugt davon, dass dieser Lebensstil gar nichts mit Verzicht zu tun hat, sondern im Gegenteil das Leben viel angenehmer macht! Auf ihrem Blog Wasteland Rebel gibt sie praktische Tipps zur Müllvermeidung und zum Verkleinern des eigenen ökologischen Fußabdrucks, geht auch ins Feld und berichtet aus einer Abfallaufbereitungsanlage.

Rezension auf Mehr als Grünzeug.

Shia Sus Blog WASTELAND Rebel!

Das terrestrische Manifest

Das terrestrische ManifestBruno Latour
edition Suhrkamp 2018
Berlin. 136 Seiten.

Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht.

In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren. Bruno Latour unternimmt in “Das terrestrische Manifest” den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.

Pressestimmen

»Latour nimmt die durchschnittliche europäische Gewöhnungsnormalität angesichts des Klimawandels nicht hin. Er will die Schockstarre lösen: Gesucht wird die Erde, auf der Menschen sich erden können. Gesucht wird: Politik.«

Elisabeth von Thadden, Die ZEIT

»Latours Buch ist eine politische Programmschrift … Das Manifest will sein Publikum vom Kopf auf die Füße stellen. Im Titel liegt auch eine Aufforderung: Kommt auf den Boden der Tatsachen! Wacht auf!«

Hendrikje Schauer, Der Tagesspiegel

»Niemand hat die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen wir heute leben, scharfsinniger analysiert als [Bruno Latour].«

Bernhard Malkmus, der Freitag 21/2018

Die grüne Lüge

Grüne Lügen – je absurder sie sind, desto bereitwilliger werden sie geglaubt

Die grüne Lüge

Katrin Hartmann
Blessing Verlag 2018
München, 240 Seiten.

Aus der Zusammenarbeit mit Werner Boote, mit dem zusammen sie das Drehbuch für seinen Film “The Green Lie” (ab März 2018 in den Kinos) verfasste, in dem sie auch selbst mitwirkt, entstand dieses aufrüttelnde Buch.

Greenwashing, also das Bemühen der Konzerne, ihr schmutziges Kerngeschäft hinter schönen Öko- und Sozialversprechen zu verstecken, ist erfolgreicher denn je. Aber jenseits der grünen Scheinwelt schreitet die Zerstörung rapide fort. Laut dem Global Footprint Network lebt die Weltbevölkerung derzeit so, als hätte sie 1,6 Erden zur Verfügung. Würden alle auf der Welt so konsumieren, wie es Menschen in reichen Ländern wie Deutschland tun, bräuchte es 3,1 Erden, um den “Bedarf” zu decken. Der Verbrauch pflanzlicher, mineralischer und fossiler Rohstoffe hat sich zwischen 1980 und 2010 von 40 auf 80 Milliarden Tonnen verdoppelt. Die Artenvielfalt nimmt ab, Wälder schwinden, Böden degradieren, Emission steigen und der Hunger wächst.

Alle wissen das. Trotzdem hält Greenwashing jedweder Aufklärung stand. Je gebildeter die Zielgruppe, je schädlicher das Produkt ist und je absurder das daran geknüpfte Öko-Versprechen, je offensichtlicher also die grüne Lüge ist, desto eher wird sie geglaubt.

Doch die Menschen wehren sich weltweit gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Wie der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya, der den Energiekonzern RWE vor einem deutschen Gericht verklagt.

“Das energische, aber letztlich doch eher wenig originelle Plädoyer der Autorin für kleinen und großen politischen Widerstand kann man naiv finden. Andererseits: Sie glaubt an die Macht des kollektiven Widersetzens. Das ist ein erfrischender Kontrapunkt zu dem Zynismus, der die Welt an die im Buch beschriebenen Abgründe gebracht hat.”
Anne-Kathrin Weber, Deutschlandfunk.

Die Preise lügen

Die Preise lügenBernward Geier, Volkert Engelsman (Hrsg.)
oekom Verlag 2018
München. 168 Seiten.

Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen

Ist es nicht toll, dass wir nur noch einen Bruchteil unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen? Alles so schön billig bei Aldi, Edeka & Co.! Doch was, wenn die Preise nur deshalb so niedrig sind, weil die Kosten abgewälzt werden – auf Umwelt, andere Länder, kommende Generationen? Oder wenn die Kosten durch die Hintertür wieder bei uns landen, weil die Ausgaben für Gesundheit steigen oder Wasser immer teurer aufbereitet werden muss?

Dann ist es an der Zeit zu handeln, denn nur wenn die Folgekosten konventionell produzierter Lebensmittel sichtbar gemacht werden, ist das System wieder gerecht. Und wenn die Preise endlich die Wahrheit sagen, wäre »normal« plötzlich viel teurer als »bio«. Dann würden wir ganz  automatisch das kaufen, was am besten für uns und unsere Umwelt ist.

Das Buch will das Momentum der Diskussion nutzen und befeuern. Die Beiträge geben einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aspekte der Thematik, üben fundierte Kritik, zeigen aber auch konkrete Lösungsmöglichkeiten auf, etwa zu geeigneten Kommunikationsstrategien.

“Die Supermarktrechnung fiele natürlich höher aus, weil externe Effekte wie etwa Umweltschäden zu Buche schlagen. Um die die Ausgaben für Lebensmittel trotzdem einigermaßen im Rahmen zu halten, müsste man auf Anbaumethoden setzen, die günstiger sind, nämlich für die Natur, die Umwelt und damit auch für den Menschen. Dafür stiegen am Ende die Preise fürs Wasser oder auch die Ausgaben im Gesundheitswesen weniger stark an.”
Jutta Schilcher, BR

Dreimal anziehen, weg damit

Was ist der wirkliche Preis für T-Shirts, Jeans und Co?
Dreimal anziehen, weg damit

Heike Holdinghausen
Westend Verlag 2015, bpb
Frankfurt. 224 Seiten.

Was zieh ich an, damit ich ein gutes Gewissen haben kann?

Was zieh ich an? Diese Frage stellen wir uns täglich. Während Kleidung in Werbung und Alltag allgegenwärtig ist, ist ihre Produktion aus Deutschland hingegen so gut wie verschwunden. Hergestellt wird sie in Asien, meist unter menschen- und umweltfeindlichen Bedingungen – und das gilt nicht nur für Billigware! Heike Holdinghausen zeigt, was zu tun ist. Monatlich wechseln die Modeketten ihre Kollektionen, per Mausklick lassen sie sich nach Hause ordern. Noch nie konnten sich Menschen in den Industrieländern so leicht und billig Kleider kaufen wie heute. Für den Verbraucher sind die verschlungenen Lieferketten kaum zu durchschauen. Nur zaghaft bildet sich in der hiesigen Öffentlichkeit daher ein Bewusstsein dafür, dass der Kleiderberg einen Preis hat, den nicht die Kunden in den reichen Industrieländern zahlen, sondern die Arbeiter(innen) und die Umwelt in den Entwicklungsländern. Wir brauchen daher dringend mehr Übersicht im Labeldschungel für gute Kleidung – und strengere Gesetze für die Modekonzerne.

“Die wichtigste Auskunft hält die Verfasserin aber schon am Anfang des Buches bereit, in dem sie eine führende deutsche Branchenfachzeitschrift zitiert: Es sei einfach »zu viel Ware auf dem Markt«. Womit vielleicht hinlänglich beschrieben wird, woran ein auf Wachstum und immer kürzeren Modezyklen beruhendes System krankt – und woran jeder Einzelne beim Erwerb seiner nächsten Kleidungsstücke denken könnte und, ja, sollte. Der Preis für unser Kleidungs- und Konsumverhalten, das macht das Buch deutlich, wird sonst unweigerlich immer höher.
Magazin Restkultur

“Die meisten der Probleme, auf die Heike Holdinghausen ihren Finger legt, sind noch nicht ansatzweise gelöst, und manche davon sind über unsere Konsumentscheidungen auch kaum zu lösen. Was sie uns stattdessen anbietet, sind – abgesehen von der ohnehin wertvollen, präzisen Verortung dieser Wunden im globalen Textilgeschäft – eine Vielzahl von Inspirationen zu abweichendem, aber nichts weniger befriedigendem Einkaufsverhalten. Sie mag uns auch Mut machen. Denn die grossen Textilkonzerne, so zeigt sie auf, schielen mit regem Interesse auf jede Nische, die sich in ihrem gesättigten Markt auftut – und so auch eifersüchtig auf die wachsende Nachfrage nach ökologisch verträglicher, fair gehandelter Kleidung. Ein diesbezüglicher Fortschritt, das zeigt ihr Buch eindrucksvoll, wäre nicht nur unserem Gewissen, sondern dem gesamten Ökosystem Erde eine folgenreiche Erleichterung.”
Sacha Rufer, umweltnetz-schweiz.ch

“In leicht verständlichen Worten bringt Heike Holdinghausen dem Leser die vielen Aspekte und Probleme der Textilindustrie nahe, ohne einfache Antworten zu liefern. So beschreibt sie den Siegeszug der Baumwolle, der die traditionellen europäischen Fasern Flachs und Hanf vollkommen verdrängt hat. Zahlreiche Versuche, die alte Industrie wiederzubeleben, schlugen fehl oder wurden nur in Nischen umgesetzt – etwa in Museumsdörfern. Dennoch verweist das Buch auf viele Initiativen, die Mut machen, und auf Alternativen, wie man zumindest das geringere Übel wählen kann.”
KONSUMENT

 

Fleischatlas 2018

Rezepte für eine bessere Tierhaltung

Heinrich-Böll-Stiftung,  Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Le Monde Diplomatique
Berlin. 52 Seiten.

Kein anderer Sektor trägt so massiv zum Verlust der Artenvielfalt, der Rodung von Wäldern und der Zerstörung unseres Klimas, der Gefährdung unserer Gesundheitssysteme und zum Leid der Tiere bei wie die industrielle Fleischproduktion. Die Folgen sind wissenschaftlich belegt und Land auf und ab diskutiert. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln: Sollen die Ziele der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen erreicht werden, muss die Fleischproduktion grundlegend umgebaut werden.

Immer mehr Menschen in Deutschland sind dazu bereit – und wundern sich, dass die Politik so wenig tut. Denn ein Umbau der Tierhaltung ist keine Träumerei, sondern durchaus möglich: Das zeigt der „Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung“, der die wichtigsten Instrumente und politischen Maßnahmen auf eine verständliche und visuell ansprechende Weise beschreibt. Für viele Auswirkungen der industriellen Tierhaltung liegen die Lösungen schon auf dem Tisch – es hapert jedoch am Willen der Politik, sie anzuwenden. Denn der Widerstand der globalen Fleischindustrie ist gewaltig.

Der Fleischatlas 2018 ist eine gemeinsame Veröffentlichung von BUND, der Heinrich-Böll-Stiftung und Le Monde Diplomatique. Er ist der vierte Atlas der Fleischatlas-Serie und präsentiert – anders als die vorherigen Atlanten – nicht nur die Probleme der Fleischindustrie und ihre Ursachen, sondern vor allem Chancen, Strategien und Instrumente für einen Wandel.

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Bundestagswahl 2017

Es ist mal wieder so weit: Am 24. September 2017 ist die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag, der Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland. Das ist die Gelegenheit, die Richtung der Politik zu bestimmen. Bestimmt braucht es im Anschluss an die Bundestagswahl noch oft unsere Einmischung als mündige Bürger, um klar zu machen, was wir für nötig und richtig halten. Eine friedliche und zukunftsfähige Welt wird nicht durch Meckern erreicht, sondern durch echte Veränderung und persönliches Engagement. Denn nicht nur unser persönliches (Konsum-)Verhalten bestimmt den Ökologischen Fußabdruck. Der Graue Footprint lässt sich nur durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen. Dazu ist am 24. September wieder eine Gelegenheit. Wir haben die Wahl!

Die Programme der größeren Parteien, die sich für den neuen Bundestag zur Wahl stellen, in alphabetischer Reihenfolge.

Insgesamt hat der Bundeswahlausschuss 48 Vereinigungen als Parteien anerkannt.
Hier findest du die Programme der Parteien mit den größten Aussichten.

AfD (Alternative für Deutschland)
BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

CDU/CSU (Christlich Demokratische Union Deutschlands)

DIE LINKE

FDP (Freie Demokratische Partei)

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

BundestagswahlVielleicht darfst du in diesem Jahr zum ersten Mal wählen und weißt nicht so richtig, welche Partei deine Interessen am besten vertritt. Vielleicht hast du schon einige Wahlen hinter dir, bist aber mit der Partei, die du bisher gewählt hast, unzufrieden. Ab dem 30. August hast du die Möglichkeit, mit dem Wahl-O-Mat zu ermitteln, welche Partei deine Interessen am ehesten vertritt.