Alle Beiträge von Stefan

Bundestagswahl 2017

Es ist mal wieder so weit: Am 24. September 2017 ist die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag, der Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland. Das ist die Gelegenheit, die Richtung der Politik zu bestimmen. Bestimmt braucht es im Anschluss an die Bundestagswahl noch oft unsere Einmischung als mündige Bürger, um klar zu machen, was wir für nötig und richtig halten. Eine friedliche und zukunftsfähige Welt wird nicht durch Meckern erreicht, sondern durch echte Veränderung und persönliches Engagement. Denn nicht nur unser persönliches (Konsum-)Verhalten bestimmt den Ökologischen Fußabdruck. Der Graue Footprint lässt sich nur durch gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen. Dazu ist am 24. September wieder eine Gelegenheit. Wir haben die Wahl!

Die Programme der größeren Parteien, die sich für den neuen Bundestag zur Wahl stellen, in alphabetischer Reihenfolge.

Insgesamt hat der Bundeswahlausschuss 48 Vereinigungen als Parteien anerkannt.
Hier findest du die Programme der Parteien mit den größten Aussichten.

AfD (Alternative für Deutschland)
BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

CDU/CSU (Christlich Demokratische Union Deutschlands)

DIE LINKE

FDP (Freie Demokratische Partei)

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

BundestagswahlVielleicht darfst du in diesem Jahr zum ersten Mal wählen und weißt nicht so richtig, welche Partei deine Interessen am besten vertritt. Vielleicht hast du schon einige Wahlen hinter dir, bist aber mit der Partei, die du bisher gewählt hast, unzufrieden. Ab dem 30. August hast du die Möglichkeit, mit dem Wahl-O-Mat zu ermitteln, welche Partei deine Interessen am ehesten vertritt.

Wir haben die Wahl

Ein Buchempfehlung von Petra Stechele

Unser Thema ist der Ökologische Fußabdruck, weil wir uns verantwortlich fühlen, dass auch andere Menschen auf diesem Planeten, die nicht das Glück haben, den reichen Ländern anzugehören, bekommen, was sie zu einem gelungenen Leben brauchen. Heute, aber auch in der Zukunft, jene Generationen, die uns folgen. Nicht zuletzt ist das der einzige Weg, so etwas wie “Frieden” auf diesem Globus zu erreichen. Denn wir sind – und dies nicht als einzige – der Überzeugung, dass die meisten Auseinandersetzungen, die es zur Zeit weltweit gibt, Kriege um Ressourcen und die Verteilung sowohl von Gütern, als auch von Lebenschancen sind. Da wir, seit wir uns mit diesem Thema beschäftigen, immer mehr sehen, dass alles mit allem verflochten ist, wie das schon Mitte des vorigen Jahrhunderts Aldo Leopold festgestellt hat, möchten wir jene unterstützen, die mit uns sich gegen die populistischen “einfachen Lösungen” wenden und damit das fragile Gleichgewicht des Planeten noch weiter destabilisieren.
 
Solch ein Projekt ist auch dieses Buch des Piper Verlages: Wir haben die Wahl. Warum wir gerade jetzt für unsere Freiheit einstehen sollten, das am 1. August erschienen ist. Die Autoren haben ihre Beiträge honorarfrei zur Verfügung gestellt.
“Die Gedanken und Konzepte der versammelten Beiträge sind so vielfältig wie die Demokratie selbst. Persönlich und nachdenklich machend, aufwühlend und kritisch möchten Andreas Altmann, Lamya Kaddor, Hape Kerkeling, Stephan Orth, Gisa Pauly, Jörg Steinleitner, Su Turhan und viele weitere Piper-Autorinnen und -Autoren ein Zeichen für eine Gesellschaft der Freiheit und Akzeptanz setzen.
Alle Beitragenden und Mitwirkenden, ob Drucker, Setzer oder Grafiker, haben auf ein Honorar verzichtet. Die gesamten Erlöse aus diesem Buch werden an gemeinnützige Organisationen gespendet: an die Münchner »SchlaU-Schule«, die junge Geflüchtete darin unterstützt, ihr Menschenrecht auf Bildung wahrzunehmen und das »Theater Grenzenlos«, ein inklusives Theaterprojekt, das unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Münchner Schülerinnen und Schüler zusammenbringt.”
So heißt es im Pressetext des Verlages.
 
Und im Vorwort sagt Felicitas von Lovenberg, dass die “Texte, durch Reflexion das Bewusstsein dafür schärfen wollen, was derzeit auf dem Spiel steht”. “Es geht darum, wie wir gemeinsam und als Einzelne dazu beitragen können, dass die politischen und gesellschaftlichen Werte der Demokratie erhalten und gelebt werden, also darum, die Welt, so wie sie ist, ‘wohnlicher einzurichten’, wie Andreas Altmann mit Bert Brecht mitreißend formuliert.” “Der Prozess ihres Zustandekommen ist der beste Beweis für die Kraft eines gemeinsamen Anliegens” und wendet sich “gegen die Bequemlichkeit jener Einstellung, dass es auf den Einzelnen nicht ankomme.”
 
Wir wissen, wie sehr es heute auf jeden von uns ankommt und wie viel demokratisches Engagement nötig ist, um die anstehenden Probleme zu lösen. So ist es auch unser Anliegen die Vielfalt dieser Gesellschaft zu erhalten, die Vielfalt allen Lebens auf unserem Planeten gegen Rassismus, Hass und ausgrenzende Aggression zu verteidigen und uns für Solidarität, Freiheit und Toleranz einzusetzen.
Dieses Buch ist Denkanstoß, Anregung und Ermutigung dazu.

Wir haben die Wahl

Warum wir gerade jetzt für unsere Freiheit einstehen sollten.

Wir haben die WahlHape Kerkeling, Andreas Altmann, Gisa Pauly, Bruno Jonas, Georg M. Oswald u.v.a.
Piper Verlag, 2017
München. 192 Seiten.

Deutschland im Jahr 2017. Donald Trump ist US-Präsident, Marine Le Pen geht in Frankreich auf Stimmenfang. Pegida verbreitet auf der Straße Fremdenhass, und mit der Alternative für Deutschland steht eine Partei zur Wahl, die sich scharfe und ausgrenzende Parolen zunutze macht. In dieser angsterfüllten Stimmung lässt sich kaum noch sagen, ob die politischen und gesellschaftlichen Werte der Demokratie Bestand haben werden – und gerade deswegen, finden die Autoren dieses Bandes, ist es Zeit, die Stimme zu erheben. Sie treten ein für eine offene und vielfältige Gesellschaft und schreiben an gegen die Bequemlichkeit der Unwissenheit, gegen Ignoranz und blinde Wut – damit uns das höchste Gut, die Freiheit, nicht verlorengeht.

Rezension bei Deutschlandfunk Kultur
Leseprobe

Earth Overshoot Day 2017

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Es ist mal wieder soweit. Heute, am 2. August 2017 ist Earth Overshoot Day 2017. Das heißt, nach Berechnungen des Global Footprint Network (GFN) sind bereits sämtliche Rohstoffe und Naturleistungen aufge­braucht, die von der Erde innerhalb eines Jahres bereitgestellt werden können. Den Rest des Jahres leben wir von der Sub­stanz, und somit auf Kosten zukünftiger Generationen. Wobei das nicht so ganz stimmt, denn die Menschheit zahlt die Zeche für den Lebensstil in den reichen Industrienationen bereits jetzt. Der Klimawandel ist längst im Gange, verändert ganze Ökosysteme, vernichtet viele Tier- und Pflanzenarten und treibt Menschen zur Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr leben können.

Das GFN berechnet für jedes Jahr den Tag neu, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit, also die Inanspruchnahme der Na­tur durch den Menschen, die Biokapazität der Erde übersteigt. Diesen Termin nennt man den “Welterschöpfungstag” oder “Earth Overshoot Day”, und er wird in jedem Jahr früher erreicht.

Jede unserer Handlungen kostet Naturkapital. Das ist unum­gänglich und an sich nichts Schlimmes. Doch mit unserem Le­bensstil verbrauchen wir in jedem Jahr mehr, als sich im gleichen Zeitraum wieder neu bilden kann. Die Folge sind ausgelaugte Böden, überfischte Meere, Wüstenbildung und Artensterben. Auch der Klimawandel ist Folge der Übernutzung, denn durch die Verbren­nung fossiler Energieträger zum Stillen unseres Energiehungers, wird mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre geblasen als von den Wäldern, Böden und Meeren gebunden werden kann. Damit machen wir viele Regionen dieser Erde bereits jetzt für Men­schen unbewohnbar und heizen Kriege um Ressourcen an.

Kennzahlen des Earth Overshoot Day 2017

Die Biokapazität der Erde ist zwischen 1990 und 2013 zwar fast um 10% angestiegen, doch gleichzeitig hat auch die Weltbevölkerung um etwa 35% zugenommen. Dadurch ist die Biokapazität pro Kopf global von 2,1 gha auf 1,7 gha um 19% zurückgegangen. In diesem Zeitraum hat sich der Ökologische Fußabdruck pro Kopf global um ca. 7% von 2,68 gha auf 2,87 gha vergrößert.

Stärker als im globalen Trend ist in Deutschland zwischen 1990 und 2013 die Biokapazität absolut um 32% angestiegen, das Bevölkerungswachstum dagegen nur um etwa 2%. Der Ökologische Fußabdruck hat in diesem Zeitraum entgegen dem globalen Trend absolut um fast 20% abgenommen. Damit ergibt sich eine Zunahme der Biokapazität pro Kopf um 29% von 1,74 gha auf 2,25 gha und eine Verringerung des  Footprints pro Kopf um 21% von 6,92 gha auf 5,46 gha. Um auf einen global verträglichen Ökologischen Fußabdruck zu kommen, müssen wir uns aber noch ein bisschen anstrengen.

Derzeit verbraucht die Menschheit die Naturleistungen von 1,7 Planeten mit der Qualität der Erde. Wollten alle Menschen der Welt so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir sogar 3,2 Er­den. Wenn wir die Erde als unseren Lebensraum erhalten und Fluchtursachen bekämpfen wollen, müssen wir unseren Natur­verbrauch einschränken.

Es braucht beides: Grundsätzliches Umdenken in Politik und Wirtschaft und Verhaltensänderungen jedes Einzelnen.

Gerade wurde uns wieder vor Augen geführt wo das Problem liegt: Im unerschütterlichen Glauben an die Sicherung des Wohlstandes durch Wirtschaftswachstum. Weil Politiker glauben, unseren Wohlstand nur durch die Förderung des Industriestandortes Deutschland sichern zu können, sterben hierzulande  jährlich über 20.000 Menschen an Feinstaub und Stickoxiden aus Dieselmotoren. Statt die Industrie durch strenge Vorgaben zur Entwicklung umweltverträglicher Technologien anzuhalten, deckt unsere Bundesregierung die Betrügereien der Autoindustrie. Es ist an der Zeit, dass sich etwas Grundlegendes ändert. Die Sicherung von Arbeitsplätzen darf nicht auf Kosten der Umwelt und damit der Gesundheit und des Lebens andere Menschen gehen. Es hat keinen Sinn, eine Technologie “umweltfreundlicher” zu machen, die sich als unverträglich mit unseren Lebensgrundlagen erwiesen hat. Es müssen andere Lebens- und Mobilitätskonzepte her. Warum müssen immer mehr Menschen mit der Bahn oder dem Auto zur Arbeit? Fast 60 Prozent der Arbeitnehmer sind Pendler.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, vermeidet CO2-, Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen. Ebenso indem durch Fahrgemeinschaften die Autos effektiver genutzt werden. Noch besser ist es, mit dem Fahrrad zu fahren. Wer mit Bahn und Bus in den Urlaub fährt, statt das Flugzeug zu nehmen, vermeidet CO2-Emissionen. Aber grundsätzlich ist auch die Frage zu stellen, warum man überhaupt so weit weg will? Einsparung von CO2-Emissionen sind auch möglich, indem wir Energie sparen, mäßig heizen und den Wohnraum gut zu dämmen. Auch eine fleischar­me Ernährung aus biologischer Landwirtschaft verringert den CO2-Ausstoß und ist gesünder für Mensch und Umwelt. Wohl­überlegter und sparsamer Konsum spart Ressourcen und Geld. Wenn Konsum nur dazu dient, uns kurzzeitig ein Glücksgefühl zu vermitteln, stimmt etwas in unserer Gesellschaft nicht.

Dass die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks nichts mit Verzicht zu tun hat, zeigen bereits viele In­itiativen überall auf der Welt. Wir haben viele Möglichkeiten für einen zukunftsfähigen Lebensstil. Wir müssen sie nur nutzen.

Informationen zum Overshoot und weiterführende Links dazu findest du beispielsweise auf folgenden Internetseiten:

http://www.footprintcalculator.org/#!/
https://www.fussabdruck.de
https://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/
https://www.footprint.at (hier auch weitere Hintergrundinformationen)
https://take5.plattform-footprint.de
https://www.transition-initiativen.de/
https://www.overshootday.org/

Earth Overshoot Day 2017

 

Risikowahrnehmung

Dass unsere Risikowahrnehmung, also die Wahrnehmung von Gefahr wenig mit der Realität zu tun hat, ahnen wir alle. Wir fürchten uns vor Gewalttätern, obwohl die Zahl der Straftaten in den letzten Jahren etwa gleich blieb und die Zahl der Raubdelikte sogar rückläufig ist.  Zugenommen haben laut polizeilicher Kriminalstatistik vor allem politisch motivierte Gewalttaten. Wir sind von der Zahl von knapp 3.000 Toten beim Anschlag auf das World Trade Center in New York 2011 schockiert, interessieren uns aber nicht dafür, dass laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jeden Tag über 16.000 Kleinkinder an Hunger sterben. Das bedeutet, alle viereinhalb Stunden sterben genau so viele Kleinkinder, wie Menschen am 11. September 2011 im WTC starben.

Auch die Wahrnehmung der Gefahren, die uns direkt bedrohen ist verzerrt. Ein Beitrag im politischen Feuilleton des Deutschlandfunks vom 25. Juli 2017 bringt das sehr schön auf den Punkt. In seinem Beitrag “Wenn Abgase gefährlicher als Attentäter sind” zeigt Stefan Kühl, wie verzerrt unsere Wahrnehmung von Gefahr ist.

Android-Handys länger nutzen

Handys, besonders Android-Handys, gehören bei uns zum Alltag. Es gab in Deutschland im ersten Quartal 2017 mehr als 131 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Durchschnittlich wird ein Handy nur 18 Monate genutzt, bevor ein neues angeschafft wird. Das ist aber oft vollkommen überflüssig, verbraucht wichtige Ressourcen und vergrößert den Ökologischen Fußabdruck. Manchmal wird das Handy nur deshalb zu langsam, weil der Speicher voll ist. Da reicht es vollkommen, das Handy aufzuräumen. Im Zweifelsfall wieder auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Die Kontakte und andere wichtige Daten müssen natürlich vorher gesichert werden, weil beim Zurücksetzen alle Daten gelöscht werden.

Reparieren

Leider werden Handys heute oft so hergestellt, dass sie nicht lange halten und nur schwer zu reparieren sind. Ausnahmen sind das Fairphone und das Shiftphone, Android-Handys, die so aufgebaut sind, dass man selbst defekte Module austauschen kann bzw. man darf sie aufschrauben, ohne dass die Gewährleistung verfällt. Wer ein Handy eines anderen Herstellers hat, muss das Gerät reparieren lassen, doch oft ist die Reparatur des Handys teurer als ein neues (gebrauchtes) Gerät. Deshalb erst einmal nachsehen, was die Reparatur kosten wird. Wer nicht zu ungeschickt ist, kann aber versuchen, das Handy, das bereits aus der Gewährleistung ist, selbst zu reparieren. Bei Ifixit  findest du für viele Geräte Reparaturanleitungen und kannst dir gleich die Ersatzteile bestellen. Viele Reparaturanweisungen findest du auch bei YouTube.

Gebrauchte Handys kaufen und verkaufen

Wenn das Handy nicht mehr zu reparieren ist, kannst du dir auch ein gebrauchtes Handy kaufen. Bei Handyverkauf.net findest du verschiedene gewerbliche An- und Verkäufer für gebrauchte Handys. Du kannst dein gebrauchtes Handy auch auf dem Flohmarkt oder über eine online-Plattform (z.B. eBay) kaufen oder verkaufen. Allerdings solltest du beim Verkauf darauf achten, dass deine Daten sicher gelöscht sind, damit vertrauliche Daten nicht in falsche Hände gelangen und du deine Fotos irgendwann im Internet wiederfindest. Das Zurücksetzen auf Werkseinstellung reicht nicht, da die Daten mit speziellen Programmen wiederherstellbar sind. Um die Daten sicher zu löschen, musst du deine Daten erst auf dem Handy löschen, das Handy verschlüsseln und dann im Recovery-Modus auf Werkseinstellungen zurücksetzen bzw. die Daten formatieren. Wie du die Daten auf deinem Handy sicher löschst, kannst du hier nachlesen.

Android Custom-ROM: Aus Alt mach Neu

Selbst wenn das Handy gut behandelt wird, gibt es in der Regel nach zwei Jahren für das Gerät keine neue Android-Version mehr, sodass neuere Apps unter Umständen nicht mehr darauf laufen. Wer diese nutzen will, ist gezwungen, sich ein neues Handy zu kaufen. Auch gibt es für ältere Android-Versionen keine Sicherheitsupdates mehr.  Hier kann ein Custom-ROM, also eine Android-Version, die nicht von Google bzw. dem Hersteller zur Verfügung gestellt wird, das Leben deines Handy verlängern. Das bekannteste Custom-ROM dürfte LineageOS sein. Eine Liste aller Smartphones und Tablets, für die es  LineageOS gibt, und die dazugehörenden Download-Links findest du hier. Manche Custom-ROMs haben Eigenschaften, die dem offiziellen Android von Google fehlen. Oder sie sind auf das Wesentliche reduziert, damit das Handy schneller wird und Akku spart. Und du brauchst kein Konto bei Google. Statt über den Google Play Store kannst du Apps über F-Droid, Yalp (aus dem F-Droid-Store), Racoon  und andere App-Shops herunterladen. Mehr zu den Alternativen zu Google Play Store in diesem Artikel. Seit Anfang 2018 gibt es das Projekt “MicroG“, bei dem das aktuelle LineageOS mit einer Alternative zu Googles Playservices versehen ist. Das alte Handy kann länger genutzt werden und man umgeht die Datenkrake Google. Du glaubst, du könntest dem Ausspionieren durch Google entgehen? Dann sieh dir das erst Video auf dieser Seite an. Die Download-Links für “LineageOS for MicroG” findest du hier.

Rien ne va plus – Was tun, wenn das Handy nur noch Schrott ist?

Wenn das defekte Handy nicht mehr zu reparieren ist, darf es auf keinen Fall in den normalen Hausmüll geworfen werden. Handys enthalten wertvolle Rohstoffe wie Silber, Gold und Platin sowie in den Akkus giftige Schwermetalle. Auch die Schublade ist nicht der richtige Ort für Elektroschrott. Es sollte unbedingt recycelt werden. Dazu kannst du es bei jedem großen Elektrohändler, deinem Mobilfunkanbieter oder auf dem Wertstoffhof abgeben. Oder kostenlos mit der Post entsorgen. Wie das geht, kannst du bei Utopia nachlesen. Dort gibt es auch Tipps, wie du dein Alt-Handy für einen guten Zweck spenden kannst, beispielsweise über die Handy-Aktion, die Mobile-Box oder Handys für die Umwelt. Eine weitere Internetseite, über die du alte Handys kostenlos abgeben kannst, ist Handysammelcenter. Alle Annahmestellen sortieren noch gut erhaltene Handys aus, löschen die Daten und sorgen für eine längere Nutzung der Handys. Die Handys, die nicht weiter genutzt werden können, kommen zum Recycling. Das unten stehen Video erklärt das genauer.

So wichtig und sinnvoll das Recycling auch ist, es ist nie die beste Lösung. Reduzieren des Ressourcenverbrauchs und längere Nutzung der Produkte sind in der Regel sinnvoller. Abfall, der nicht produziert wird, muss auch nicht entsorgt werden. Warum es besser ist, Handys so lange wie möglich zu nutzen und zu reparieren, statt ständig neue zu kaufen und die alten zu recyceln, wird im Artikel “Das Handy – Goldgrube und Sorgenkind” deutlich. Sehr lesenswert.

Was mit deinem alten Handy passiert, kannst du dir in diesem Video ansehen:

Rotes Grün

Pioniere und Prinzipien einer ökologischen Gesellschaft
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Rot GrünHans Thie
VSA Verlag 2013
Hamburg. 176 Seiten.

Kurztext: »Grüner Kapitalismus« ist kompatibel mit den Mächtigen, sorgt für das Flair ökologischer Modernität. Aber er ist keine Antwort, wenn es um fundamentale Zukunftsfragen geht. Wer Ökologie für alle will, muss die Wirtschaftsordnung ändern. Sattes Grün verlangt kräftiges Rot.

Strom nur mit Sonne und Wind, neuen Speichern und intelligenten Netzen. Kaum noch Autos in den Innenstädten. Bahnen und Busse fahren öffentlich finanziert. Mit dem Flugzeug zu fliegen und Fleisch zu essen, ist uncool geworden. Die Industrie macht Dinge, die jahrelang halten und leicht zu reparieren sind. Werbung und Mode sterben dahin. Alles Falsche schrumpft mit hohem Tempo. Und die Wirtschaft, die früher nur mit permanentem Wachstum funk­tionierte, bricht nicht zusammen.

Die Bürgerschaft hat ihr Leben selbst in die Hand genommen. Arbeitslos ist niemand mehr, der Sechs-Stunden-Tag die neue Norm. Unternehmen gehören den Produzenten. Wissen und Kultur sind öffentliche Güter, der Geist ist frei. Vor Ort sorgt die Kommune für ein gutes Leben. Alles Öffentliche ist kompromisslos öffentlich geworden. Für wichtige Themen gibt es den Volksentscheid.

Ist eine solche Wandlung hin zur Vernunft, zur Mäßigung, zum in jeder Hinsicht gleichen Recht möglich? Ja. Wer sucht, der findet stille Revolutionen an vielen Orten. Kooperation, Gleichheit und Planung sind im Begriff, neue Leitprinzipien zu werden. Stellen wir uns vor, die Bevölkerung hätte nicht nur Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen, sondern die Grundstrukturen von Wirtschaft und Gesellschaft, und der Mehrheitswille wäre Gesetz. Die Demokratie gilt. Der Souverän ist souverän. Das ist der Sprung, der nötig und möglich ist.

Der Autor:
Dr. Hans Thie ist Wirtschaftsreferent der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Infos und Kommentare zum Rot en Grün: www.ThieCompany.de

Buch bestellen
Download

Mülltrenner, Müsliesser und Klimaschützer

Wir Deutschen und unsere Umwelt

Mülltrenner, Müsliesser und KlimaschützerVolker Quaschning
Carl Hanser Verlag 2010
München. 248 Seiten

Wir Deutschen sind Weltmeister im Umweltschutz – wir verteilen unseren Müll brav auf mehrere Tonnen, essen vorzugsweise Bio, bauen Solaranlagen auf unsere über alles geliebten Eigenheime und sind stolz darauf. Aber sind wir wirklich so gut, wie wir denken?

Immer sind wir nämlich nicht die Ersten beim Umweltschutz. Beim Thema Auto hört in Deutschland der Spaß auf. Freiwillig Tempo hundert auf der Autobahn, nur um das Klima zu retten? Das Ozonloch haben die Briten entdeckt und den Treibhauseffekt die Amerikaner oder Franzosen. Wir sind beim Umweltschutz also auch mal wieder nur der gefühlte Weltmeister, so wie beim deutschen Fußballsommermärchen. Aber wenigstens hatten wir und die Deutschlandflaggenhersteller beim Sommermärchen viel Spaß.

Wenn wir uns aber irgendwie auch als Umweltweltmeister fühlen, haben wir ja möglicherweise auch ganz heimlich Freude an der Umwelt gefunden. Ab und zu scheint uns aber der ganze Umweltschutz doch den Spaß zu verderben. Dabei hat jede und jeder von uns so seine eigene Spaßschwelle. Ein Grund, einmal eine Bestandsaufnahme über uns Deutschen und den Umweltschutz zu machen.

Umwelt- und Klimaschutz einmal anders: In liebevoll illustrierten Geschichten rund um Mülltrenner, Vegetarier und Müsliesser, Wassersparer und Warmduscher, Kernkraftwerke und bunten Strom zieht der Autor eine humorvolle und informative Bilanz des Umweltschutzes in Deutschland. Leser finden unter anderem Antworten auf folgende Fragen:
Sind Vegetarier die besseren Menschen? Wie unterscheiden sich die Müllkulturen in Europa? Und warum decken Versicherungen eigentlich keine Schäden durch Kernenergie ab?

Leseprobe

Angst

von Petra Stechele

Auf Angst vor einer komplexen Wirklichkeit gibt es verschiedene Reaktionen. Eine besteht darin, sie zu verdrängen und weiter so zu tun, als wäre alles in Ordnung, meist gepaart mit der Flucht in eine fiktive Scheinrealität. Das ist es, was uns auch gerade in Form des sich verbreitenden Populismus begegnet, der sich in eine vermeintliche Rückkehr in die Nationalstaatlichkeit flüchtet und meint, damit wären schon alle Probleme der Zukunft gelöst und unser Wohlstand für immer gesichert. Die andere besteht in einem beherzten Blick auf die Welt, um sich ihr zu stellen, die eigenen Trägheit zu überwinden und zu handeln.

Trägheit verträgt sich nicht mit dem Schutz unserer Lebenswelt – nein, überhaupt nicht mit dem Leben. Wir überwinden sie aber nur, wenn die Angst so groß wird, dass sie uns dazu treibt.

Der Philosoph Wilhelm Schmid sagte in einem Artikel über German Angst, dass Angst auch ihre positiven Seiten habe, weil wir sonst nicht handeln würden, nichts uns zur Überwindung von Trägheit ansporne. Dabei erwähnte er, dass ihm die Angst vor der ökologischen Katastrophe noch zu gering sei. Denn die sei seiner Ansicht nach ein wirklich reales Gefahrenpotential, das Handlung erfordern würde und genau hier würde sie in fataler Weise unterbleiben.

Statt des sehr realen Abenteuers, der Gestaltung unserer Zukunft und Abwehr der Gefahren für die Umwelt, flüchten wir uns in für uns gefahrlose virtuelle Spiele und Scheinwelten, die uns selbst nur sehr bedingt fordern und fördern. Und womöglich übersehen wir darin die Gefahren, die uns wirklich drohen. „Brot und Spiele“, das war schon im historischen Rom ein beliebtes Mittel, das Volk abzulenken und zufrieden zu halten. Auch heute haben unsere Regierungen nichts dagegen, wenn wir uns mit Vergnügungen zudröhnen, die uns nicht voranbringen. Nicht ohne Grund wurde im Jahr 1984 unter Bundeskanzler Helmut Kohl, dem Verfechter der “geistig-moralischen Wende”, der Rundfunk privatisiert.

Leider ist Trägheit ein Hauptfaktor kultureller Dekadenz. Ein Faktor, der eines Tages unseren Untergang besiegeln könnte.

Warum?

Wir vermeiden aktives körperliches Tun. Alle Arbeiten, die anstrengen, lassen wir von Maschinen erledigen. Manchmal ist das verständlich, denn viele Arbeiten sind ja auch auf Dauer gesundheitsschädlich. Aber dass wir am Ende immer bequemer werden und NICHTS mehr selbst tun wollen, führt zu körperlichen Schäden und Herz-Kreislauferkrankungen. Wir sitzen zu viel. Das müssen wir wiederum durch Sport ausgleichen. Weil das vielfach sehr unbequem ist, brauchen wir auch dazu wieder Maschinen. Die finden wir im Fitnesscenter. Sie ersetzen uns die Bewegung in Welt und Natur. – Ja, wir werden dadurch ein wenig unabhängiger von unserem beschädigten Klima. Was stört uns heiß oder kalt, nass oder trocken?

Wir merken dabei nicht einmal mehr, dass wir zunehmend unser Leben auf diese Weise ersetzen.

Wodurch?

Man könnte sich beinahe fragen, ob wir nicht sogar mit dem Fernseher so etwas wie einen Lebensautomaten erfunden haben. In vielfacher Hinsicht ersetzt er uns ein eigenes Leben. Findet es nicht statt, schauen wir eben fremdem Leben zu. Und je virtueller unsere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung werden, umso weniger sind wir noch wirklich an unserem Leben beteiligt, noch wirklich aktiv darin. Eine Bekannte erzählte mir kürzlich von einem virtuellen Erlebnis mit neuen Medien, einer Brille, die eine andere Realität vorspiegelt und wie beeindruckend real und zugleich verwirrend das war. Sie konnte durch eine völlig andere Wirklichkeit gehen, hatte aber brutale Kopfschmerzen danach.

Ja, so können wir auch Abenteuerautomaten erfinden und darin Dinge erleben, die wir gar nicht mehr wirklich erleben. Wir ersetzen alles, sogar die Welt durch Automaten.

Aber was ist die Folge? Was tun wir dann eigentlich noch selbst? Wer sind wir dann noch? Wer können wir noch sein? Wie können wir uns entwickeln?

Wir verlernen Fähigkeiten, die wir einmal real beherrschten. Unser Leben wird reduziert auf Künstliches, Nicht-Reales. Schon im Fitnesscenter laufen wir, aber nicht mehr über Boden, sondern ebenen Gummi. Wie viele Fähigkeiten der Balance, des Ausgleichs von Bodenunebenheiten, wie viele Tempokorrekturen, wie viele unterschiedliche sinnliche und Muskelaktivitäten werden dabei nicht mehr gebraucht? Stattdessen arbeiten wir daran, dass Roboter lernen Bälle zu fangen. Unseren eigenen Kindern bringen wir es nicht mehr bei.

Wir können nichts mehr mit unseren Händen herstellen und es gibt auch kaum noch jemand, der es könnte. Wir kaufen ein neues Teil, das von einem Automaten gemacht wurde, das billig ist, nichts wert, oft nicht einmal schön und schnell wieder weggeworfen wird, weil es nicht zu reparieren ist.

Wir kochen nicht mehr selbst. Wir wissen oft gar nicht mehr, wie das Rohprodukt aussah, das wir essen, wie es riecht, schmeckt aussieht, wie es sich entwickelt und verändert, wenn es wächst, reift, wenn es bearbeitet wird, welche Vielfalt dabei möglich ist, welcher Reichtum der Variationen an Aussehen, Duft und Geschmack. Wie viele Arten verschwinden, weil wir uns nicht für sie interessieren und wie sehr verarmt dabei unsere Welt, wie sehr unsere Fähigkeiten und sinnlichen Erfahrungen. Tierarten, die wir nicht mehr kennen oder nie kannten, Pflanzen und Früchte, deren Farben und Formen wir nicht mehr wahrnehmen.

Ich habe Kinder erlebt, die Angst hatten, eine Wiese zu betreten, weil es darin Insekten gibt. Natürlich ist das Leben ein Risiko, ist es immer gewesen. Aber es verschiebt sich die realistische Einschätzung der Gefahren.

Was ist der Ersatz dafür? Das Scheppern in einem Kopfhörer, das Flackern in einer Computerbrille? Isolierte Wahrnehmungen mit dem Gestank nach angeschmortem Kabel, Kunststoff und Metall, bestenfalls noch irgendwo ein bisschen angekokelt oder fettgeschmiert.

Unsere Regierung schlug vor, dass wir doch ständig Katastrophenvorräte für zehn Tage vorhalten sollen und natürlich immer wieder erneuern und die alten entsorgen. Ein gutes Wachstumsmodell, wie der Rauchmelder, der ständig neue Batterien braucht, damit er einen in Ruhe schlafen lässt. Wie viele Hunderttausende von Leben wird er schon gerettet haben, seit er eingeführt wurde? Ein bisschen Gespür für Realität, ein bisschen Verstand, das scheint uns langsam verloren zu gehen.

Giovanni di Lorenzo schreibt in der ZEIT: „Populismus ist vor allem ein Derivat der Angst, die eine ständige Begleiterin großer gesellschaftlicher und politischer Umbrüche ist. Heute hat sie ihren Ursprung vor allem in einer Globalisierung, die weit mehr ist als der freie Austausch von Waren. […] Die Globalisierung hat die soziale Lage in der Welt verbessert, sie hat Länder zusammenrücken und ein Gefühl der Gesamtverantwortung für Leid und Unrecht auf allen Kontinenten entstehen lassen.

Jetzt kommt es darauf an, ob die Politik Pläne hat, wie mit den erheblichen Kollateralschäden zu verfahren ist. Denn das Gefälle zwischen Arm und Reich innerhalb der einzelnen Gesellschaften hat zugenommen, Einwanderung und Flüchtlingswellen haben das soziale und kulturelle Gefüge vieler Länder verändert. [Anm. d. Verf.: Ich würde Flüchtlingswellen durch Flucht ersetzen, weil mit Ausdrücken wie Flüchtlingswelle oder Flüchtlingsströme der Eindruck entsteht, wir würden von den Flüchtenden überrollt, was ja schon rein zahlenmäßig ein unrealistisches Bild ist.] Die digitale Revolution bedroht Millionen Arbeitsplätze (bevor sie vielleicht neue schafft). Darauf reagieren Populisten mit dem Heilsversprechen neuer nationaler Grenzen […] Wer dagegen erfolgreich angehen möchte, muss beweisen, dass Regierungen auch in der Diversität Ordnung schaffen können und sehr wohl noch in der Lage sind, Macht auszuüben, zum Beispiel gegenüber Banken und entfesselten Großkonzernen – insbesondere den digitalen.“

Hier trifft er das Problem sehr genau und zitiert abschließend Winfried Kretschmann:“ Anstatt Vorgaben für das gute Leben und die individuelle Lebensgestaltung zu machen, sollten wir uns auf den Kampf für eine gute Ordnung der Dinge konzentrieren.“

Das Leben lebt von der Vielfalt. Auch von der Vielfalt im Miteinanderleben unterschiedlicher Menschen. Denn der Kampf um die Lebensgrundlagen auf dieser Welt vereint uns letztlich alle und nur so können wir auch die Fluchtursachen zu verhindern helfen. Denn wir müssen erkennen, wie sehr das eine mit dem anderen zusammenhängt. Leider geschieht das bisher nicht, ganz im Gegenteil, der Schutz der Lebensgrundlagen unserer Umwelt wird seit der Flüchtlingskrise eher verdrängt und weniger ernst genommen.

Neben uns die Sintflut

Die Externalisierungsgesellschaft und ihre Praxis

Neben uns die SintflutStephan Lessenich
Hanser 2016
Berlin. 224 Seiten

Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand? Der Soziologe Stephan Lessenich über das soziale Versagen unserer Weltordnung.

Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet in dem Buch “Neben uns die Sintflut” eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen.

“Lessenich spricht aus, was viele nicht hören wollen. … Fair einkaufen ist nicht genug, das wird einmal mehr deutlich durch das Buch ‘Neben uns die Sintflut’. Doch statt zu entmutigen, versetzt Stephan Lessenich den Leser und die Leserin in eine Art Aufbruchstimmung.” Barbara Streidl, taz, 28.02.17

“Dieses Buch würde man manchmal am liebsten in die Ecke feuern, denn der Soziologe Stephan Lessenich konfrontiert einen mit Tatsachen, die man gern verdrängt, weil man sein Leben ändern oder wenigstens ein schlechtes Gewissen haben müsste, wenn man es nicht täte.” Susanne Lenz, Frankfurter Rundschau, 14.12.16

“Eine verstörende Analyse weltweiter Ungleichheit. … ‘Neben uns die Sintflut’ ist soziologische Analyse und moralischer Appell zugleich. Das Buch legt den Finger in die Wunde, indem es daran erinnert, dass der Reichtum einer Minderheit nicht allein ihrem Fleiß oder einer produktiven Wirtschaft zuzuschreiben ist, sondern maßgeblich, wie Lessenich sagt, der strategischen Position in der Weltwirtschaft.” Isabell Fannrich, Deutschlandfunk, 21.11.16

Interview mit Stephan Lessenich bei Jetzt, einem Online-Magazin der Süddeutschen Zeitung.

Leseprobe aus Neben uns die Sintflut