Alle Beiträge von Stefan

Earth Overshoot Day 2021

Jetzt ist Schluss!
In diesem Jahr fällt der Earth Overshoot Day – also der Tag, an dem die natürlichen Ressourcen, die sich innerhalb eines Jahres neu bilden können, aufgebraucht sindwieder auf den 29. Juli1. Im letzten Jahr lag er auf dem 22. August. Doch es war klar, dass er sich nur aufgrund der Mobilitäts- und Handelseinschränkungen infolge der Corona-Pandemie gegenüber dem Vorjahr in Richtung Jahresende verschoben hatte. Die Verringerung des Ressourcenverbrauchs war also nicht durch Einsicht in das Notwendige erfolgt, sondern sie war der Pandemie geschuldet. Eine Weile sah es so aus, als ob wir die Warnungen der Wissenschaft ernst nähmen und dadurch in der Lage wären, die Krise zu bewältigen. Die Menschen nahmen Einschränkungen ihres Lebensstils hin, um sich und andere zu schützen. Das war Grund zur Hoffnung, dass die Einsicht in Notwendigkeiten auch den Ressourcenverbrauch verringern und die Chance zur Verhinderung der Klimakrise erhöhen würde.
Mit viel Geld wurden Unternehmen und Arbeitsplätze gerettet. Es gab Pläne, die durch die Pandemie geschwächte Wirtschaft wiederaufzubauen, indem nur noch ressourcenschonende Technologien gefördert würden. Doch zurzeit sieht es so aus, als würden wir wieder in die alten Verhaltensmuster zurückfallen. Kaum sind die Corona-Regeln gelockert, fliegen viele Menschen wieder in den Urlaub2, kaufen sich wieder Autos3 und holen nach, was sie sich während der Pandemie an Konsum verkneifen mussten4.
Auch die Politik tut sich schwer, die guten Vorsätze umzusetzen. Trotz der katastrophalen Unwetter im Juli, die eine Folge der Klimakrise sind5, sehen einige Politiker – allen voran der Kanzlerkandidat der CDU, Armin Laschet keinen Grund, die Klimapolitik zu ändern6,7. Doch die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts8 verschärften Klimaziele der Bundesregierung sind kein geeigneter Beitrag, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustrieller Zeit zu begrenzen9. Auch die strengeren Klimaziele der EU sind nicht ausreichend10. Die G20-Staaten konnten sich bei dem Treffen ihrer Umweltminister am 22. Juli in Neapel ebenfalls nicht auf ehrgeizigere Klimaziele einigen11.
Was brauchen wir noch, um den Ernst der Lage zu begreifen?

Dabei sind die Folgen unseres verschwenderischen Lebensstils und der Verbrennung fossiler Energieträger längst zu spüren. Bisher waren davon Menschen in fernen Ländern betroffen. Verbrannt, verhungert oder ertrunken waren bisher vor allem Menschen in den „unterentwickelten“ Ländern. Wir in den reichen Ländern durften uns in Sicherheit wiegen. Aber damit ist jetzt Schluss. Verheerende Brände in Australien, Nordamerika und Russland12 oder die aktuellen Flutkatastrophen und Dürren der letzten Jahre in Europa sind eindeutige Zeichen, dass die Klimakrise auch bei uns angekommen ist. Was muss noch geschehen, damit wir ernsthaft unseren Lebensstil verändern? Wie viele Menschen müssen bei uns sterben, bis die Politik ernsthafte und ausreichende Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise beschließt? Dabei liegen die Vorschläge auf dem Tisch. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat beispielsweise zwei Szenarien entwickelt, wie eine hundertprozentige Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen in 10 bis 15 Jahren möglich ist13.  Dabei geht es darum, auch die Energie für Verkehr, Produktion und Heizen aus Sonne und Wind zu gewinnen. Dies führt dazu, dass wir dem Ziel, die Klimakrise in den Griff zu bekommen, näher kommen. Und es macht uns unabhängig von Energielieferungen aus anderen Staaten und damit weniger erpressbar.

Es braucht ein entschlossenes Handeln der Politik, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft absteckt und somit Planungssicherheit schafft. Wie das geht, hat die grönländische Regierung gezeigt. Sie hat beschlossen, auf die weitere Erkundung der Öl- und Gasvorkommen in den Küstengewässern zu verzichten und stattdessen Energie aus erneuerbaren Quellen zu nutzen14. Wer immer nur auf Krisen und Notlagen reagiert, kann die Zukunft nicht mehr aktiv gestalten. Deshalb ist es wichtig, bei der nächsten Bundestagswahl im September sehr genau darauf zu achten, was die einzelnen Parteien in Sachen Klimaschutz unternehmen wollen. Bisher sieht es allerdings nicht so aus, als hätten wir wirklich eine Wahl.

Wir selbst können uns aber entscheiden, Ökostrom zu nutzen, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen und das Auto stehen zu lassen oder uns weniger fleischlastig (am besten vegan) zu ernähren. Und einfach weniger zu konsumieren. Die Dinge länger zu nutzen ist nicht nur ressourcenschonend, sondern entlastet auch den Geldbeutel.

Weitere Vorschläge finden sich auch auf unserer Internetseite https://plattform-footprint.de.

Quelle: https://i2.wp.com/mackaycartoons.net/wp-content/uploads/2020/03/2020-0311-NATrevised2sm.jpg?resize=768%2C604&ssl=1

1 https://www.overshootday.org/
2 https://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Presse/Pressemitteilungen/2021/07.07.2021.-%20%20Die%20Talfahrt%20ist%20vorbei/
3 https://www.adac.de/news/neuzulassungen-kba/
4 https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/inflation-steigende-verbraucherpreise-noch-sind-die-portemonnaies-gut-gefuellt/27413144.html
5 https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-07/klimawandel-klimaforscher-unwetter-extremwetterereignisse-hochwasser
6 https://www.tagesspiegel.de/politik/laschet-laviert-in-der-klimafrage-weil-jetzt-so-ein-tag-ist-aendert-man-nicht-die-politik/27427218.html
7 https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/windkraft-verbot-und-hunderte-millionen-tonnen-kohle-was-der-blick-nach-nrw-ueber-armin-laschets-klimapolitik-verraet-a/
8 https://www.klimareporter.de/deutschland/nein-zur-aufschieberitis
9 https://www.deutschlandfunk.de/aenderung-des-klimaschutzgesetzes-klimaforscher-latif-ein.694.de.html?dram:article_id=499245
10 https://www.klimareporter.de/europaische-union/ein-schritt-zu-echtem-klimaschutz
11 https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/klimakatastrophe-g20-treffen-nepal-umweltminister-erderwaermung
12 https://www.fr.de/panorama/waldbraende-russland-usa-kanda-rauch-feuer-flammen-brand-global-90877720.html
13 https://www.pv-magazine.de/2021/07/21/diw-100-prozent-erneuerbare-energieversorgung-in-deutschland-in-10-bis-15-jahren-moeglich/
14 https://www.sonnenseite.com/de/politik/groenland-beendet-suche-nach-erdoel-und-gas/

Ringvorlesung “Bildung für Klimaschutz”

Hier findest du die Aufzeichnung der Ringvorlesung “Bildung für Klimaschutz” der Ludwig-Maximilians-Universität München. Einige der gezeigten Präsentationen stehen auf der Internetseite zur Ringvorlesung zum Herunterladen bereit. Dazu muss man auf den Namen des Vortragenden klicken. Am Seitenende findet sich dann jeweils der Link zum Download.

Prof. Dr. Harald Lesch (19.04.2021): Einführungsveranstaltung

Dr. Michael Kopatz (26.04.2021): Schluss mit der Ökomoral. Wie wir die Welt retten können, ohne ständig daran zu denken.

Prof. Dr. Volker Quaschning (03.05.2021): Wie wir mit einer echten Energierevolution in Deutschland die Klimakrise noch stoppen können.

Prof. Dr. Dietmar Höttecke (10.05.2021): Wissenschaftskommunikation über Klimawandel in einer Welt aus Filterblasen, Echokammern und Fake News

Prof. Dr. Christian Holler (17.05.2021): Kann die Energiewende in Deutschland Realität werden? Ein Überblick der erneuerbaren Energien.

Prof. Dr. Uta Hauck-Thum und Micha Pallesche (31.05.2021): Lehren und Lernen für die Zukunft – schulische Transformationsprozesse im Kontext kultureller Nachhaltigkeit

Dr. Edeltraud Leibrock (07.06.2021): It’s the Economy, Stupid – oder: Was hat der Kapitalmarkt eigentlich mit dem Klimawandel zu tun?

Luisa Neubauer (14.06.2021): Vom Ende der Klimakrise – Eine Geschichte unserer Zukunft

Prof. Dr. Julia Pongratz(21.06.2021): Das anthropogene Kohlenstoffbudget: Ist der Umkehrpunkt der Emissionen erreicht?

Prof. Dr. Claudia Kemfert (28.06.2021) Wie uns die Coronakrise in eine klimaneutrale Wirtschaft führen kann

Prof. Dr. Bernhard Mayer (05.06.2021) Warum “anthropogener Klimawandel” keine Meinung ist und wo Unsicherheiten tatsächlich liegen

Prof. Dr. Thomas Birner (12.07.2021): Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Zirkultion der Atmosphäre?

Infrastrukturatlas

Daten und Fakten über öffentliche Räume und Netze

Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin 2020. 52 Seiten.

Öffentliche Infrastrukturen sind die Grundlage, auf der sich das gesellschaftliche Leben entfalten kann. Infrastrukturen schaffen Zugänge zu den Gütern eines selbstbestimmten Lebens. Sie eröffnen, wenn sie funktionieren, Teilhabechancen für alle Bürgerinnen und Bürger. Und sie sind der Schlüssel für die ökologische und soziale Ausrichtung von Wirtschaft und Gesellschaft. Wie wir heute unsere Infrastrukturen gestalten, entscheidet ganz maßgeblich darüber, wie wir morgen leben: Ob Fahrradweg oder Autostraße, ob Kupferkabel oder Glasfasernetz, ob Windenergie oder Atomkraft – jede Entscheidung für eine bestimmte Infrastruktur gleicht einem Vertrag mit der Zukunft.

Infrastrukturen waren lange ein Thema, das nur wenige interessiert hat. Zu technisch und sperrig wirkte der Begriff, zu abstrakt die damit verbundenen Fragen. Für die meisten Menschen waren Infrastrukturen einfach da. Schließlich werden sie von früh bis spät genutzt und als selbstverständlich wahrgenommen: die Wasser- und Stromversorgung zum Teekochen am Morgen; die Verkehrsinfrastruktur für den Weg zur Kita, zur Arbeit oder zum Sport; das Handy und der Chat für die Verbindung mit Familie, Bekannten oder im Beruf; die sozialen Infrastrukturen wie Bibliotheken, Schulen, Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Im Zuge der Covid-19-Pandemie war plötzlich für alle ersichtlich, wie sehr wir uns im privaten und öffentlichen Leben auf Infrastrukturen verlassen. Auf einmal stand die Frage im Raum, ob sich gerade die „kritischen“ Infrastrukturen bewähren, etwa das Gesundheitswesen, die digitalen Kommunikationsnetze, aber auch die Versorgung mit Wasser, Strom und Lebensmitteln. Alle haben erlebt, was es heißt, wenn Infrastrukturen von einem Tag auf den anderen fehlen oder der Zugang eingeschränkt wird – wenn Kitas und Schulen über Monate schließen, Kinos, Clubs und Theater nicht mehr öffnen und Besuche in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen nicht mehr zulässig sind.

So hat die Pandemie die öffentlichen Infrastrukturen weit oben auf die politische und gesellschaftliche Tagesordnung gesetzt. Doch unabhängig davon war schon klar: In den nächsten Jahren stehen wichtige Infrastrukturentscheidungen an. Nach Jahren einer „Republik auf Verschleiß“ steht die Erneuerung unserer Infrastrukturen an. Es gibt viel zu tun, denn Bund, Länder und Kommunen haben die Investitionen in die Infrastrukturen in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt. Dies trifft manche Regionen, vor allem aber viele Menschen hart. Es verschärft die Ungleichheit in der Gesellschaft und fördert die Unzufriedenheit. Ein Infrastrukturschub ist dringend geboten!

Hier setzt der Infrastrukturatlas an. Er illustriert, wie es um Infrastrukturen in Deutschland bestellt ist, von den Verkehrs-, Versorgungs- und Kommunikationsinfrastrukturen über Kitas und Krankenhäuser bis hin zu Dorfläden und Schwimmbädern. Er zeigt auf, wie trotz der Komplexität von Infrastrukturen gute politische Entscheidungsprozesse gelingen können und wie diese letztlich die Legitimation von Infrastrukturen stärken können. Vor allem aber verdeutlicht der Atlas, was Infrastrukturen leisten sollten, wie sie nachhaltig gestaltet und langfristig verändert werden können – und warum es sich lohnt, in die Infrastrukturen der Zukunft zu investieren, um etwa Bildungschancen für alle zu eröffnen, eine geschlechtergerechte Arbeitswelt zu ermöglichen und Verkehrsnetze ökologisch zu modernisieren. Dabei ist klar, dass Infrastrukturen nicht an nationalen Grenzen enden: Sie sind die Fundamente eines gemeinsamen Europas und einer vernetzten Welt.

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Mobilitätsatlas

Daten und Fakten zur Verkehrswende

Heinrich-Böll-Stiftung & Verkehrsclub Deutschland e.V.
Berlin 2020. 52 Seiten.

Wie organisiert man sichere, zuverlässige und klimafreundliche Mobilität, für uns Menschen, aber auch für die vielen Waren und Dinge, die rund um die Uhr unterwegs sind? Das ist die Kernfrage von zukunftsgerechter Mobilitätspolitik und Verkehrswende.

Welche Rollen spielen autonome Autos? Was passiert mit der Autoindustrie und den Jobs? Wie kann ich nachhaltig reisen? Was tut die Politik, Bus und Bahn zu stärken? Wie kommen sichere Radwege in meine Stadt? Wie kann man in ländlichen Regionen auch ohne eigenes Auto von A nach B und C und zurückkommen? Was benötigt nachhaltige Elektromobilität? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Mobilitätsatlas,- und gibt auch Antworten darauf.

Der Mobilitätsatlas umfasst in 19 Beiträgen die wichtigsten Handlungsfelder und Lösungsansätze für sichere, zuverlässige und klimafreundliche Mobilität. Verständlich geschrieben und mit vielen Infografiken.

Mobilität und Freiheit brauchen die Verkehrswende

In der modernen Welt ist Mobilität ein Ausdruck von Freiheit und Selbstbestimmung sowie eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Das eigene Zuhause, Familie, Freunde und der Arbeitsplatz liegen oftmals nicht am gleichen Ort. Mobilität bietet die Möglichkeit, die Welt zu entdecken, Wissen auszutauschen, verschiedene Arten der Fernbeziehung zu pflegen. Die Wirtschaft und der Wohlstand vieler Menschen ist ohne Fahrzeuge zu Lande, zu Wasser und in der Luft kaum vorstellbar.

Die Massenmotorisierung mit fossilen Brennstoffen belastet aber eben auch die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Der Verkehrssektor ist für ein Fünftel der deutschen CO2-Emmissionen verantwortlich. Den mit Abstand größten Anteil daran haben Autos und andere Straßenfahrzeuge. Verkehrsflächen tragen zur Zersiedelung und Fragmentierung von Lebensräumen bei. Oberflächen werden mit Beton versiegelt. Viele Menschen leiden unter Luft- und Lärmverschmutzung.

Bei der Verkehrswende geht es darum, dass individuelle Mobilität erhalten bleibt, ja, dass sich noch mehr Menschen frei und sicher bewegen können. Gleichzeitig geht es darum, Mobilität so zu gestalten, dass es unserer Lebensqualität und unserem öffentlichen Zusammenleben dient, dass es unserer Umwelt und dem Klima nicht schadet.

Eckpunkte für klimafreundliche und sozial verträgliche Mobilität

Wir müssen massiv in nachhaltige Mobilitätsinfrastrukturen und -netze investieren. Die Schiene ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs,- vor Ort, regional und über weite Strecken. In ländlichen Räumen sind bessere Verbindungen mit Bus und Bahn und neue, digital vermittelte Mitfahrangebote gefragt. Für den Güterverkehr gibt es viele Ansätze, den CO2-Fußabdruck zu vermindern, diese Innovationen brauchen Koordination, Mut und Geld. Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit der Autoindustrie bleiben erhalten, wenn die Unternehmen umsteuern, wenn sie klimagerechte Fahrzeuge und Dienstleistungen auf den Markt bringen.

Dafür benötigen die Unternehmen verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine sinnvolle Regulierung.

Die Verkehrswende zählt auf Anreize und Fördersysteme, so dass sich ein Umstieg lohnt, etwa vom Verbrenner ins Elektroauto. Ökostrom treibt klimafreundliche Fahrzeuge an. Deswegen gehören Energiewende und Verkehrswende zusammen.

Über autonome Autos wird viel geredet. Wann und wie sie auf deutschen Straßen fahren werden, darüber ist die Fachwelt uneinig. Für die Verkehrswende sollten autonome Autos als Shuttle in den öffentlichen Verkehr integriert werden. „Robo-Taxen“ können den Öffentlichen Verkehr effizienter und attraktiver machen.

Konzepte für nachhaltigen Tourismus setzen sich langsam durch. Wir wollen bewahren, was wir lieben und gleichzeitig Reisen und kulturellen Austausch vielen Menschen ermöglichen. Konzepte für nachhaltigen Tourismus benötigen politische Unterstützung und Urlauber/innen, die bereit sind mitzumachen.

Die Menschen wollen in lebenswerten Städten und in gut verbundenen und angebundenen ländlichen Räumen leben. Es gibt ein hohes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach einer entspannten, klimaschonenden, gesunden und sicheren Fortbewegung.

Wir sind in Bewegung. Unsere Welt ist es auch. Wir müssen Mobilität verstehen, um sie verändern zu können. Informiere dich jetzt im Mobilitätsatlas.

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Insektenatlas 2020

Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft

Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland & LE MONDE diplomatique
Berlin 2020. 52 Seiten.

Würden wir sie zählen, so kämen auf jeden Menschen dieser Erde rund 1,4 Milliarden Insekten aus geschätzten 5,5 Millionen unterschiedlichen Arten. Es gibt eine schier unvorstellbare Menge und Vielfalt an sechsbeinigen Tieren, mit denen wir uns die Welt teilen. Der Insektenatlas zeigt, wie die bunte Welt der Insekten mit unserer Landwirtschaft und Ernährung verbunden ist.

Eine Welt ohne Insekten kann man sich nicht vorstellen – so wichtig sind die meist kleinen Wesen für das Funktionieren unserer Ökosysteme. Sie bestäuben Pflanzen, fördern die Beseitigung toter Organismen, verbessern die Bodenqualität und vertilgen schädliche Artgenossen. Sie sind untrennbar mit der Landwirtschaft und mit unserer Ernährung verbunden – und dennoch ist gerade die intensive Landwirtschaft eine der größten Bedrohungen für sie. Wir erleben derzeit einen dramatischen Rückgang der Insekten in Deutschland, Europa und weltweit. Viele Arten sind bedroht, in fast allen Arten nimmt die Zahl der Tiere ab. Ein wichtiger Grund dafür ist die intensive Landwirtschaft. Monotone Landschaften, der Einsatz von Pestiziden, intensiver Ackerbau und weniger Weidehaltung von Tieren nehmen den Insekten die Lebensräume.

Der Insektenatlas zeigt, dass sie Agrarpolitik schon lange die richtige Richtung weisen hätte können. Aber es ist nichts passiert. Dabei hätten die Bäuerinnen und Bauern eine gute Politik verdient: eine, die die richtigen Anreize für die Zukunft setzt. Eine insektenfreundliche Landwirtschaft muss gefördert werden. Unterstützen heißt in diesem Fall, sie konkret finanziell zu fördern. Insektenschutz zahlen wir nicht an der Ladenkasse. Die Bäuerinnen und Bauern bekommen ihn nicht entlohnt. Genau das muss aber passieren – am besten, indem die EU die fast 60 Milliarden Euro jährlich, mit denen sie die europäische Landwirtschaft unterstützt, zielgerichtet für eine insekten- und klimafreundliche Landwirtschaft einsetzt.

Aber der Insektenatlas zeigt auch, dass ein Blick auf die Felder vor unserer Haustür nicht reicht. Die importierten Futtermittel für die vielen Millionen Nutztiere, die den weltweiten Hunger auf billiges Fleisch befriedigen, wachsen vor allem in Südamerika. Dort, in den artenreichsten Regionen der Welt, werden Millionen Hektar Wald gerodet und für die Soja- und Fleischproduktion nutzbar gemacht. Nun verhandelt die EU eines Freihandelsabkommen mit den „Mercosur“-Staaten Lateinamerikas, damit noch mehr günstige Agrarprodukte ohne Handelsbeschränkungen zu uns kommen können – sehr zum Leidwesen der hiesigen Bäuerinnen und Bauern sowie der Insekten.

Der Insektenatlas zeigt, was die Politik, die Bäuerinnen und Bauern aber auch jede einzelne von uns tun kann, um eine insektenfreundliche Landwirtschaft zu stärken. Mit den Daten und Fakten in diesem Insektenatlas möchten wir zur lebendigen Debatte rund um Landwirtschaft und Insekten beitragen. Zugleich wollen wir darstellen, wie vielfältig, bunt und schützenswert die Welt der Insekten ist. Unser Anliegen ist zu zeigen, dass Landwirtschaft und Insektenschutz eine ambitionierte Politik brauchen – nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit. Die Herausforderungen sind groß, und damit sie bewältigt werden können, müssen wir nach gemeinsamen Lösungen suchen.

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Economists4future

Verantwortung übernehmen für eine bessere Welt

economists4futureLars Hochmann (Hrsg.)
Murmann Verlag 2020
Hamburg. 296 Seiten.

Hunderttausende Schülerinnen und Schüler beharren auf eine konsequente Klimapolitik. Eltern, Lehrer*innen, Unternehmer*innen und viele weitere Menschen solidarisieren sich mit ihnen, darunter über 26.000 scientists4future aus diversen Disziplinen. Nur die etablierten Wirtschaftswissenschaften schweigen. Das ist kein Zufall, denn ihr Denkstil hat wesentlich zu den Krisen der Gegenwart beigetragen: Denn eins haben Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise ebenso wie die Corona-Pandemie gemein: Sie entlarven die Fragilität unserer Wirtschaft und zeigen, wie abhängig wir uns als Gesellschaft von ihr gemacht haben. Alte, scheinbar bewährte Lösungen greifen nicht mehr, Lieferengpässe reißen ganze Zweige in den Abgrund, das gesellschaftliche Zusammenleben gerät aus den Fugen.

Zeit für die Wirtschaftswissenschaften, die Gebetsmühle aus Effizienz und Eigennutz zu zerschlagen und neue Visionen für eine bessere Welt aufzuzeigen.
In „economists4future“ mischt sich eine Gruppe von Weiterdenker*innen in die jetzt notwendige Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft ein – und verändert damit selbstverständlich geglaubte Spielregeln einer wichtigen Wissenschaft.

3 Fragen – 3 Antworten

Wer sind die economists4future?

Lars Hochmann: Economists4future sind Weiterdenker*innen, die eine neue Wirtschaft verstehen und gestalten wollen: wissenschaftsbasiert, reflektiert und demokratisch. Sie sind in Schulen, Hochschulen, NGOs, Unternehmen oder anderen Organisationen tätig. Sie verbindet eine Idee, deren Zeit gekommen ist: Noch nie wussten wir so viel über die Krisen der Gegenwart und noch nie war der gesellschaftliche Wille so mächtig, die jetzt notwendigen Transformationen für eine bessere Welt in Gang zu setzen.

Warum braucht es gerade jetzt economists4future?

Lars Hochmann: Die Zukunft ist zwar grundsätzlich offen, aber im Labyrinth immer neuer Krisen müssen wir uns eingestehen: sie ist es zunehmend weniger. Business-as-usual vervielfältigt die Ursachen der Krisen und verkleinert unsere gesellschaftlichen Möglichkeitsräume. Jetzt braucht es Vorstellungskraft und wissenschaftlichen Möglichkeitssinn für eine neue Wirtschaft. Denn heute können wir uns noch entscheiden: setzen wir auf reflektierte Neugestaltung oder auf hektische Anpassung? Wer die bessere Gesellschaft mit mehr Lebensglück für alle will, muss Wirtschaft jetzt neu denken.

Wie können economists4future Wirtschaft neu denken?

Lars Hochmann: Wirtschaft ist kein Naturgesetz, sondern das, was eine Gesellschaft als Wirtschaft behandelt. Gemeinsam mit der Gesellschaft bereiten economists4future das Neue im Alten vor, suchen nach innovativen Wegen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Gesundheit, Mobilität etc. Sie arbeiten an Begriffen, legen Voraussetzungen offen, vereinen verschiedentlichen Perspektiven, binden das Wissen der Vielen ein, befähigen zu neuen Gewohnheiten im Denken wie Handeln und verlassen so das Labyrinth der Krisen auf neuen Wegen zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft.

Interview bei Deutschlandfunk Kultur vom 25. September 2020

“Deswegen ist das Buch zu Recht nicht nur eine Einmischung in eine drängende Debatte, sondern vor allem eine Einladung an all diejenigen Menschen, die etwas bewegen möchten: “Gemeinsam ist eine bessere Welt möglich. Lasst uns der alten Normalität den Rücken kehren”, heißt es am Schluss im Buch.

Die Zeit für den Wandel ist da. Auch und gerade für die Wirtschaftswissenschaften. “Economists4Future” gibt dazu einen wichtigen Anschub. Überfällig. Endlich.”
Claudia Kemfert, 20.9.2020, Klimareporter

Buchbesprechung bei Klimareporter von Claudia Kemfert

Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Alexander von HumboldtAndrea Wulf
Bertelsmann 2016, Penguin 2018
München. 560 Seiten.

Er war seiner Zeit weit voraus: Alexander von Humboldt, Universalgelehrter, unermüdlicher Naturforscher, der »zweite Kolumbus« und »Wiederentdecker Amerikas«. Wie kein anderer Wissenschaftler prägte er unser Verständnis von der Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind. In ihrer vielfach ausgezeichneten Biografie führt Andrea Wulf durch das abenteuerliche Leben Humboldts und sein Werk. Er begreift die Natur in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz und prägt damit auch unser Wissen um die Verwundbarkeit der Erde. So bleibt er unverändert wichtig – bis heute.

“Andrea Wulfs großer Verdienst ist nun, dass sie nicht nur eine Lebens-, sondern auch eine kluge Ideengeschichte geschrieben hat. Denn durch viele seiner Freundschaften und über seine immense Korrespondenz hat Alexander von Humboldt vieles angestoßen: Mit dem Unabhängigkeitskämpfer Simon Bolivar diskutierte er die Kolonialherrschaft und motivierte ihn so, sich in seiner Heimat gegen die Spanier zu wenden. Charles Darwin wurde durch Humboldts Reiseberichte zu seiner eigenen Fahrt mit der „Beagle“ ermuntert und er inspirierte maßgeblich die Gründer der amerikanischen Naturschutzbewegung.” Volker Wildermuth, Deutschlandfunk Kultur 11.10.2015

“Gerade in Zeiten der bachelor- und masterorientierten Scheuklappenwissenschaften und eines US-Präsidenten, der den Klimawandel als Erfindung der Chinesen bezeichnet, ist es nützlich und wichtig, sich des interdisziplinär und nachhaltig denkenden Universalgelehrten Alexander von Humboldt zu erinnern. Wenn es auf so kurzweilige Art geschieht wie in diesem Buch, dann umso besser.” Paul Riemann, Spektrum 16.03.2017

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Earth Overshoot Day 2020

Wer hat an der Uhr gedreht? Aufgeschoben, nicht aufgehoben!

In diesem Jahr fällt nach Abschätzungen des Global Footprint Networks (GFN) der Earth Overshoot Day, auch Welterschöpfungstag genannt, auf den 22. August1,2. Damit haben wir als Menschheit in diesem Jahr die Rohstoffe und Naturleistungen, die uns die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, erst 24 Tage später aufgebraucht, als im Jahr 2019.

Darüber könnte man sich freuen, doch diese Verschiebung des Welterschöpfungstages ist nur der Corona-Pandemie und damit unendlichem menschlichem Leid zu verdanken. Nach Angaben des GFN ist die Verringerung des ökologischen Fußabdrucks durch den geringeren Holzverbrauch und die geringeren CO2-Emissionen infolge der globalen COVID-19 Quarantänen verursacht. Durch den fast weltweiten Lockdown ist der globale Flugverkehr bis Mitte April gegenüber Anfang des Jahres um 64,5%, bei Frachtflügen um 75,2%, zurückgegangen3, wodurch Lieferketten unterbrochen wurden. Die daraus resultierende Störung in der Lebensmittelversorgung führte zu vermehrten Lebensmittelabfällen auf Seite der Produzenten und andererseits zu mehr Unterernährung und Hunger ärmerer Menschen4. Ausländische Saisonarbeiter konnten nicht mehr ins Land kommen, wodurch diese ihre (magere) Einkommensquelle einbüßten und Feldfrüchte konnten nicht geerntet werden. Viele Menschen wurden arbeitslos, weil Betriebe aufgrund fehlender Vorprodukte oder akuter Infektionsfälle schließen mussten. Von den verheerenden Folgen für die Menschen in Krisengebieten, Flüchtlingslagern und Notunterkünften soll hier gar nicht die Rede sein.

Die Corona-Pandemie hat zum einen gezeigt, wie international verflochten und abhängig unsere Wirtschaft ist. Sie hat aber auch gezeigt, zu was wir als Gesellschaft fähig sind, denn durch rasche und entschlossene Maßnahmen konnten bei uns die Infektionszahlen schnell verringert werden. Der Blick in andere Länder wie USA, Großbritannien oder Brasilien zeigt, was ohne diese drastischen Maßnahmen auch in Deutschland hätte geschehen können. Die Warnungen der Virologen und Epidemiologen ernst zu nehmen und deren Ratschläge zu befolgen, hat sich als hilfreich erwiesen, denn dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden.

Warum also hören wir nicht auch auf die Wissenschaft, wenn es um unsere Lebensgrundlagen geht?

Die Bundesregierung hat 1992 mit dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) ein Beratergremium eingerichtet, um unter anderem Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. In einem Sondergutachten „Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I“5 schlägt der WBGU konkrete Maßnahmen für eine gerechte und nachhaltige Weltwirtschaft vor, die von der Politik weitgehend ignoriert werden. Klimaforscher warnen seit Jahrzehnten vor den Folgen des ungebremsten CO2-Ausstoßes, aber unsere Bundesregierung will das letzte Kohlekraftwerk erst 2038 abschalten lassen6. Statt konsequent die Transformation zu einer dekarbonisierten Wirtschaft voranzutreiben, werden veraltete Technologien künstlich am Leben gehalten. Im Bereich der Erneuerbaren Energien haben wir durch das Festhalten an der Kohleverstromung bereits die Photovoltaikbranche in Deutschland ruiniert. Durch unsichere politische Rahmenbedingungen sind dort mehr als 24.000 Arbeitsplätze verloren gegangen7. Für deutsche Autos mit Verbrennungsmotor wird sich bald niemand mehr auf dem internationalen Markt interessieren. In Norwegen werden ab 2025 keine Autos mehr mit Verbrennungsmotor zugelassen. In Dänemark, Indien, Irland, Israel, Niederlande, Slowenien und Schweden ist ab 2030 Schluss damit und andere Länder folgen8. Das bedeutet, spätestens dann werden bei uns die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie verloren gehen. Warum also nicht bereits jetzt andere Antriebs- und Mobilitätskonzepte umsetzen, die neue Arbeitsplätze schaffen? Die Corona-Krise wäre dafür ein geeigneter Anlass. Statt jetzt wieder mit viel Geld die Wirtschaft nach altem Muster hochzufahren, könnten die Gelder jetzt für eine echte Transformation eingesetzt werden.

Wenn wir wieder zu einer Wirtschaftsweise wie vor der Corona-Pandemie zurückkehren, wird die Vernichtung des Naturkapitals weitergehen und die Klimakrise wird weiter verschärft werden. Wir könnten aber jetzt auf die Wissenschaft hören und unsere Gesellschaft zu einer solidarischen, gerechten und nachhaltigen Gesellschaft verändern. Die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Solange jedoch Gewinnmaximierung vor Gemeinwohl geht und mit Ressourcen verschlingenden, klimaschädlichen Geschäften kurzfristig viel Geld verdient werden kann, wird sich nichts ändern. Noch haben die Vertreter der alten Wirtschaftsweise zu viel Einfluss und es fehlt daher in der Politik am Willen, die Vorschläge der Wissenschaft umzusetzen. Aber das kann sich ändern.

Der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour fordert in seinem Essay “Welche Schutzmaßnahmen können wir uns vorstellen, damit wir nicht zum Produktionsmodell der Zeit vor der Krise zurückkehren?” die LeserInnen auf, die Zeit im Lockdown zu nutzen, um sich selbst zu fragen, welche Aktivitäten nach der Corona-Krise wieder aufgenommen werden sollen und welche nicht. Die Entscheidungen sollen gut begründet und die Folgen gründlich überdacht werden. Diese Beschreibungen sollen zusammengeführt werden und eine Landschaft aus Konfliktlinien, Bündnissen, Kontroversen und Gegensätzen entstehen lassen, die uns bei der Suche nach einem Weg aus dem alten Wirtschaftssystem hilft.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Menschen in unserem Land auch unpopuläre Entscheidungen akzeptieren und mittragen, wenn die Bedrohung erkannt ist und der Weg klar ist, auf dem man die Bedrohung in den Griff bekommen kann. “Wenn in ein oder zwei Monaten Milliarden von Menschen auf der Stelle in der Lage sind, die neue ‘soziale Distanz’ zu erlernen, Abstand zu halten, um mehr Solidarität zu zeigen, zu Hause zu bleiben, um eine Überfüllung der Krankenhäuser zu vermeiden, können wir uns die transformative Kraft dieser neuen Schutzgesten vorstellen, die sich gegen die Wiederherstellung des Bestehenden richten oder – noch schlimmer – gegen eine Offensive derer, die der Anziehungskraft der Erde für immer entgehen wollen” (Bruno Latour9,10).

Zu den Ursachen der Corona-Krise und den Lehren daraus hatten wir uns bereits im April in einem Beitrag geäußert11.

Informationen zum Overshoot und weiterführende Links dazu findest du beispielsweise auf folgenden Internetseiten:

http://www.footprintcalculator.org/
https://www.fussabdruck.de/
https://www.footprintnetwork.org/
https://www.footprint.at (hier auch weitere Hintergrundinformationen)
https://take5.plattform-footprint.de
https://www.transition-initiativen.de/
https://www.overshootday.org/ (mit Vorschlägen, wie jeder von uns SOFORT seinen Footprint verkleinern kann)

Das Ozeanbuch

Über die Bedrohung der Meere

Esther Gonstalla
oekom Verlag 2017, bpb 2018
München. 128 Seiten.

Steigender Meeresspiegel, havarierende Ölplattformen, wachsende Müllstrudel und Überfischung: Die Ozeane sind in Gefahr. Um das sensible Ökosystem schützen zu können, ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und den Veränderungen des maritimen Lebensraums besser zu verstehen.

»Das Ozeanbuch« liefert ein umfassendes Bild über die Bedrohung dieses gleichermaßen unbekannten wie faszinierenden Lebensraums und macht Zusammenhänge in über 45 Infografiken leicht verständlich.

“Das »Ozeanbuch« bietet einen kompetenten Überblick, der beeindruckend und zugleich atemberaubend ist. Es zeichnet ein umfassendes Bild der Destruktion, der Risiken und Chancen und verdeutlicht Zusammenhänge. Es leistet dies nicht mit langen und komplizierten Texten, sondern in über 45 hervorragenden, leicht verständlichen Infografiken. So leicht diese grafische Übersichtlichkeit die Erarbeitung der Inhalte macht, so sehr geht diese komprimierte Darstellung unter die Haut.”
Klaus Oberzig in Sonnenenergie 3/2017.

Leseprobe

Das Klimabuch

Alles, was man wissen muss, in 50 Grafiken

Esther Gonstalla
oekom Verlag, bpb 2019
München. 128 Seiten.

Dürre und Hitzewellen, aber auch Kälteeinbrüche, Überflutungen und Starkregen: Die Klimakrise ist zu einem globalen Thema geworden, das niemand mehr ignorieren kann.

Hier setzt »Das Klimabuch« an: Mit der Unterstützung zahlreicher Wissenschaftler hat Esther Gonstalla die komplexen Zusammenhänge und wissenschaftlichen Daten zur globalen Erwärmung zu leicht verständlichen Infografiken verarbeitet – für alle, die nicht nur begreifen, sondern auch handeln wollen.

“Gründliche Recherche, nüchterne Grafiken, glasklare Informationen und die knallharten Erkenntnisse der Klimaforschung vereinen sich in „Das Klimabuch“ zu einer nachwirkenden Lektüre.”
Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur 16.08.2019.

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