Hintergrund

 

Unsere Freiheit, einen beliebigen Lebensstil zu wählen, endet dort,
wo unsere Lebensart die Freiheit anderer beschneidet,
ein menschenwürdiges Leben zu führen.”

 
Globaler kategorischer Imperativ

 

Dass unser Lebensstil die Tragfähigkeit der Erde überfordert, ist offensichtlich. Überfischung der Meere, Wüstenbildung, Artensterben und der Klimawandel sind deutliche Zeichen, die niemand mehr übersehen kann. Da durch die industriellen Fangmethoden mehr Fische gefangen werden als nachwachsen können, gelten 30 Prozent der Meere als überfischt (WWF). Allerdings können mangels ausreichender Daten nur für 35 Prozent der Fischbestände Zustandsbeschreibungen gemacht werden. Nach Schätzungen des UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) sterben Tier- und Pflanzenarten heute 1000 mal schneller aus, als in früheren Erdzeitaltern. Ursache hierfür sind Übernutzung, Veränderung der Lebensräume und Einwanderung fremder Arten (Convention on Biogical Diversity). Als Folge der Übernutzung der Böden durch Überweidung und Ackerbau, Klimaveränderungen und Abholzung der Wälder sind in niederschlagsarmen Gebieten über vier Milliarden Hektar von Verödung bedroht (UNRIC). Die Durchschnittstemperatur der Atmosphäre ist  seit dem Ende des 19. Jahrhunderts um 0,8° und der CO2-Gehalt der Luft im selben Zeitraum von 285 ppm auf über 400 ppm angestiegen (SciLogs, NOAA Mauna Loa Datensatz).

Die zunehmende Umweltzerstörung durch ständig wachsende Ansprüche des Menschen und die Tatsache der Begrenztheit der Ressourcen bilden den Hintergrund für die Frage: Wie groß ist der Einfluss jedes Einzelnen auf die Umwelt und wie viel an Nutzung verträgt die Erde? Wir haben beispielsweise kein Gespür dafür, wie viel Energie wir verbrauchen, wie viel CO2 wir ausstoßen oder wie viel Wasser unsere Produkte, die wir kaufen, verschmutzt haben. Daher ist eine Buchhaltung nötig, die uns einen Überblick über unsere Nutzung und den Zustand der Naturreserven gibt. Ähnlich wie uns ein Bankauszug einen Überblick über den Zustand unserer Geldreserven verschafft. Dieses Buchhaltungsinstrument ist der Ökologische Fußabdruck.

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