Biokapazität

Biokapazität bezeichnet die Fähigkeit von Flächen, für den Menschen biologisch nutzbringendes Material zu produzieren (biologisch produktive Fläche oder bioproduktive Flächen genannt) und von Menschen produzierten Abfall unter heutigen Bedingungen aufzunehmen. Was als nutzbringend angesehen wird, kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Die Biokapazität einer Fläche wird berechnet, indem man die tatsächlich vorhandene Fläche mit dem Erntefaktor und dem adäquaten Äquivalenzfaktor multipliziert. Sie wird in Global-Hektar angegeben.

Biokapazität (gha) = Fläche (ha) x Äquivalenz x Erntefaktor

biokapazität Flächenkategorien

Bild © Global Footprint Network

Bioproduktive Flächen sind Land- und Wasserflächen, wenn sie durch erhebliche Photosyntheseaktivitäten und Produktion von Biomasse für den Menschen nutzbar sind. Die Gesamtfläche der bioproduktiven Land- und Wasserflächen summierte sich 2013 auf etwa 12 Milliarden Hektar.

Hierzu gehören:

  • Waldfläche für Bauholz, Brennholz, Tischlerei und Fasern.
  • Acker- und Wiesenfläche für Nahrungsmittel und Agro-Energie.
  • Wasserfläche für Fischerei (Fischgründe).
  • Energieland vor allem für die Speicherung des Kohlenstoffdioxids aus der Verbrennung von Energieträgern.
  • Bebautes Land für Siedlungen und Infrastruktur.

Siehe hierzu auch den Artikel „Biokapazität“ bei Wikipedia.

Das Ressourcenangebot, also die Biokapazität, wird mit dem Ressourcenverbrauch, dem Ökologischen Fußabdruck (Footprint), verrechnet.

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